CoronaHelfer.eu

Badener Team entwickelt Corona-App, die nach dem Vorbild von Uber funktioniert

Die App CoronaHelfer führt Hilfesuchende und Helfende zusammen.

Die App CoronaHelfer führt Hilfesuchende und Helfende zusammen.

Eine Badenerin hat an Hackathons teilgenommen und mit einem Team eine App entwickelt, die über die Krise hinaus Bestand haben soll.

Wenn von Corona und Handy-Apps die Rede ist, geht es meist um das sogenannte Contact Tracing zur Rückverfolgung von Infektionsketten. Doch Smartphones bieten auch andere Möglichkeiten, um den Alltag während der Pandemie zu meistern. Ein Team mit der Badenerin Regina Roos hat die App CoronaHelfer.eu entwickelt und am 1. Mai auf den Markt gebracht. «CoronaHelfer ist eine Art Uber für Hilfesuchende und Helfer», sagt Roos. Während der Vermittlungsdienst Uber Fahrgäste und Fahrer zusammenführt, soll die App CoronaHelfer möglichst viele Hilfesuchende und Helfende verbinden. «Das Portal für Nachbarschaftshilfe in deiner Region» nennen es die Macher.

«Viele Leute genieren sich, Hilfe anzufordern», sagt Roos. Die App soll das unkompliziert lösen. Egal ob für den Einkauf, für Transporte oder um den Hund Gassi zu führen. Auf der anderen Seite stehen Vereine, Institutionen oder Privatpersonen, die das Gewünschte erledigen. So kann man seine Einkaufsliste auf die App stellen, ein Helfer mit Auto kann den Auftrag übernehmen und wenn eine weitere Anfrage auf der Route liegt, wird auch diese dem Helfer zugewiesen.

Auszeichnungen in Luxemburg und Österreich

Roos war jahrelang als Verkaufsleiterin für die ABB in Baden und Turgi tätig. Seit Beginn der Pandemie hat sie an verschiedenen Corona-Hackathons im In- und Ausland teilgenommen. Ziel dieser oft mehrtägigen Online-Veranstaltungen mit mehreren tausend Teilnehmern ist es, innert kürzester Zeit nützliche und kreative Softwareprodukte herzustellen, um aktuelle Probleme zu lösen.

Hinter CoronaHelfer steht ein zwölfköpfiges Kernteam mit Leuten aus verschiedenen Branchen und Ländern. Roos ist für Marketing, Sponsoring und das Anwerben von Helfenden zuständig. Mit IBM konnte bereits ein wichtiger Partner gefunden werden, der das Projekt mit einem fünfstelligen Betrag unterstützt. Am «Hack the Crisis» in Luxemburg wurde die App in die Top Ten gewählt, in Österreich auf Rang vier. Vorerst ist die App für den deutschsprachigen Raum gedacht. In einem weiteren Schritt will man auch in andere Sprachregionen expandieren. Wichtig ist Roos aber auch: «Diese App soll über die Coronapandemie hinaus Bestand haben. Es gibt immer Menschen, die Hilfe benötigen.»

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