Süpercross
Badener Baldegg für einmal Rennstrecke statt Erholungsgebiet

Ausflügler, Sportfans und Rennfahrer trafen sich am Sonntag auf der Badener Baldegg. Bei strahlendem Sonnenschein fand dort das zweite „Süpercross"-Radrennen statt, das ein breites und vor allem internationales Publikum angezogen hat.

Daniela Poschmann
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«Süpercross» auf der Badener Baldegg
8 Bilder
Die Radsportler von Morgen üben bereits das Gleichgewicht auf zwei Rädern
Kleine Veloakrobatik für künftige Querfeldeinfahrer
Die Baldegg ist statt Erholungsraum für einmal Wettkampfarena der Radquerler
Die Festwirtschaft auf der Baldegg ist von Velofans gut besetzt
Der Aufstieg wird von Fernsehkameras und Zuschauer verfolgt
Messestimmung am Süpercross
Im Zielgelände stehen die Zuschauer dicht an dicht

«Süpercross» auf der Badener Baldegg

Daniela Poschmann

„Es sind in sämtlichen Kategorien mehr Teilnehmer als letztes Jahr", berichtet Simon Meier aus dem Organisationskomitee. Insgesamt waren es über 220 Frauen und Männer plus rund 150 Kinder, die die hügelige und kurvige Strecke gemeistert haben. Unter ihnen auch die deutsche Favoritin Sabrina Schweizer, die über den fünften Platz sehr enttäuscht war. Dabei lief es am Beginn des Rennens sehr gut für sie, doch da sie vor drei Tagen beim Training gestürzt ist, bestritt sie das Rennen mit Rückenschmerzen und fiel zurück. Dennoch habe ihr vor allem die Strecke gefallen. „Sie ist sehr schnell und konditionell anstrengend", erzählt sie.

Das bestätigt auch Simon Meier: „Es ist eine knackige Strecke und sehr bergig". Vor allem die vielen Richtungswechsel hätten es in sich. Doch das Ziel sei es gewesen, eine attraktive Strecke zu schaffen, die auch dem Publikum Spass mache, fügt er hinzu. Lautstarke Hop Hop-Rufe, Getröte und eifriges Geklatsche am Rand haben gezeigt: DiesesZiel wurde erreicht.

Wer nicht selbst fuhr, der machte es sich bei Pasta und Wurst gemütlich, shoppte das ein oder andere sportliche Kleidungsstück oder entspannte in gemütlicher Camping-Atmosphäre vor einem der zahlreichen Wohnwagen und Autos mit internationalen Kennzeichen. Neben Deutschland, Frankreich und Italien kamen einige der Besucher und Fahrer aus Skandinavien, Polen und sogar der USA.
Doch auch die Aargauer selbst waren begeistert von der Veranstaltung. So wie Sibi Schryber aus Gebensdorf, deren Sechsjähriger in der Kids-Klasse mitfuhr: „Mir gefällt es gut, und ich bin erstaunt, wie gross das ist".

Trotz der Grösse kam es zu so mancher Vollbremsung der Radsportler, die ausserhalb der offiziellen Rennstrecke ihre Runden drehten und sich ihren Weg durch die Menge bahnten. So war das Quietschen der Bremsen ein ständiger Begleiter und die Besucher immer mitten im Geschehen. Doch vielleicht war es genau das, warum auch so viele Spaziergänger ihre Wanderung zumindest für ein Weilchen unterbrachen und sich ins Getümmel stürzten.

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