Baden
Weihnachtsmarkt mit Maskenpflicht – doch das Regenwetter macht den Händlerinnen viel mehr zu schaffen

Corona macht den Marktbetreiberinnen und Marktbetreiber seit längerem einen Strich durch die Rechnung. Doch noch mehr beklagten sie sich über das schlechte Wetter.

Jeanine Kemper
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Diese Jahr fallen vor allem die vielen Regenschirme am Weihnachtsmarkt in Baden auf

Diese Jahr fallen vor allem die vielen Regenschirme am Weihnachtsmarkt in Baden auf

Bilder: Jeanine Kemper

Während andernorts Schnee für Weihnachtsstimmung sorgt, ist das am Mittwoch in Baden anders: Vom Himmel fallen dicke Regentropfen. Lauter farbige Regenschirme sind zwischen den Ständen des Weihnachtsmarkts in der Weiten Gasse und auf dem Kirchplatz zu sehen. Mehr Besucher dürften es schon sein, da sind sich die Markthändler einig.

Seit Montag gilt eine Maskenpflicht bei öffentlichen Veranstaltungen mit 300 Besuchenden, darunter fällt auch der Weihnachtsmarkt. Doch die Leute sowie die Markthändlerinnen und Markthändler sehen das locker.

Magdalena Schweizer mit ihrem Mann
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Edelbert Rüegg mit seinen Tees
Margrit Sandmeier und Irene Sager
Doris Lehmann
Daniela Moser

Magdalena Schweizer mit ihrem Mann

Bilder: Jeanine Kemper

«Besser Maskenpflicht als eine Zertifikatspflicht», sagt Magdalena Schweizer und bietet im gleichen Atemzug laut ihre bunten Badekugeln den Vorbeilaufenden an. «Eine Maske anzuziehen ist einfacher, so sind die Leute eher bereit den Markt zu besuchen.» Trotz des schlechten Wetters stehen sie und ihr Mann mit einem Strahlen hinter ihrem Stand. «Ich finde es trotzdem lässig», sagt sie.

«Die Stimmung ist positiv, unter den Markthändlern wie auch unter den Besucherinnen und Besuchern», sagt Edelbert Rüegg und zeigt einem Kunden ein Säckli mit einer seiner vielen Teesorten. Er fügt an:

«Dieses Jahr stellen weniger Händler ihre Ware aus. Ich glaube, sie sind den Massnahmen zum Opfer gefallen.»

Was die Maskenpflicht angeht, passe er sich den Interessierten an, die an seinen Marktstand kämen.

Die Stimmung sei eher negativ, verantwortlich sei das schlechte Wetter, meinen dagegen Margrit Sandmeier und Irene Sager. «Seit Covid gehen die Leute zögerlicher auf die Stände zu, man spürt die Unsicherheit», sagt Sandmeier. Sager pflichtet ihr bei: «Die Menschen gehen weniger offen auf die Händler zu.»

Doris Lehmanns Stand ist mit Tannenzweigen und roten Christbaumkugeln dekoriert, aus ihren Lautsprechern ertönt Weihnachtsmusik. Sie möchte so ein wenig Stimmung unter die Besucherinnen und Besucher bringen. «Ich finde es schade, dass es nicht so viel Weihnachtsdekoration gibt, wenn es schon nicht schneit, dann könnte man doch so ein wenig Weihnachtsstimmung verbreiten.»

Daniela Moser stellt ihre Ware das erste Mal auf dem Badener Weihnachtsmarkt aus und erlebt die Stimmung am Mittwoch ebenfalls als eher trüb und als ein wenig trostlos. Sie sagt:

«Das ist doch das schlechte Wetter. Die Leute haben sich inzwischen an die Maskenpflicht gewöhnt.»

Auch sie empfindet die Menschen als weniger bereit, offen auf Stände und Verkäufer zuzugehen.

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