Baden
Waldgasthof «Baldegg»: So viel Geld wollen Ortsbürger und neue Wirte investieren

Das Restaurant Baldegg wird fit für die Wiedereröffnung im März gemacht. Die Gemeindeversammlung der Ortsbürger entscheidet deshalb am Montag über einen Kredit.

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Das Ausflugsrestaurant Baldegg soll im März die Wiedereröffnung feiern.

Das Ausflugsrestaurant Baldegg soll im März die Wiedereröffnung feiern.

zvg

Ende September hatte das Wirteehepaar Monique und Bernd Schendel das Restaurant Baldegg schliessen müssen. Sie hatten in einem Rechtsstreit um eine zweite Mieterstreckung vor Bundesgericht verloren. Auf Anfang Februar 2023 werden Matthias Keller, Marleen Menden und Reto Caviezel als neue Pächter den Waldgasthof übernehmen. Für Anfang bis Mitte März ist die Eröffnung geplant. Bis dahin erfolgen Sanierungs- und Umbauarbeiten sowie betriebliche Vorbereitungen.

Nun entscheiden die Badener Ortsbürger an ihrer Gemeindeversammlung am Montag über einen Budgetkredit von 400'000 Franken. Gemäss Traktandenbericht soll das Restaurant «neu inszeniert» werden. Die Pächter wollen umfangreiche Investitionen tätigen.

Insgesamt sollen sie sich auf 900'000 Franken (ohne Mehrwertsteuer) belaufen. Mit Mehrwertsteuer wäre das also fast eine Million Franken. Sie teilen sich auf in Mieterausbau und Investitionen in die Ausstattung sowie in Anpassungen der Grundinfrastruktur. Entsprechend dieser Massnahmen werden die Kosten aufgeteilt, heisst es im Traktandenbericht weiter.

Grösster Posten kostet 100'000 Franken

Die grössten Posten: 100'000 Franken des Ortsbürgerkredits sind für Licht, Elektro und Steuerung vorgesehen, 90'000 Franken für Gasträume und Weinkeller. Für eine Satellit-Bedienungsstation inklusive Anschlüsse (Terrasse) sind 75'000 Franken veranschlagt, für die Umgestaltung des Entrées mit automatischer Schiebetüre 60'000 Franken.

Nebst dem Budget 2023 und Finanzplan 2023–2026 befinden die Ortsbürger an ihrer Gemeindeversammlung über zwei Baukreditabrechnungen und – nach dem Rücktritt von Thomas Obrist – die Wahl eines neuen Mitglieds der Finanzkommission.

Zwei Kreditabrechnungen zur Spitaltrotte

Die Kreditabrechnungen betreffen die Spitaltrotte in Ennetbaden. Für die Sanierung des Erweiterungsbaus von 1998 und des Zwischenbaus fielen 185'000 Franken an, 25'000 Franken weniger als budgetiert (alle Zahlen gerundet).

Für die Erweiterung des Trotte-Lagers hatte die Gmeind im Juni 2019 einen Kredit von 2,133 Millionen Franken (ohne Mehrwertsteuer) gesprochen. Dessen Abrechnung schliesst mit Kosten von 2,054 Millionen Franken. 38'000 Franken wurden über die Erfolgsrechnung abgewickelt. Der Minderaufwand betrage somit 40'000 Franken. (pz)