In der vierten Runde der 1.-Liga-Fussballmeisterschaft fordert der FC Baden auswärts den FC Schötz. Spielbeginn ist morgen Freitag um 20 Uhr. Es ist dies für Baden der dritte Gegner aus der Zentralschweiz in Folge – nach der knappen Niederlage vom Samstag sind die Aargauer gefordert.

Aufstiegskandidaten liessen Punkte liegen

Die junge Saison zeigt bereits, welche Spannung in der starken Gruppe 2 der 1. Liga herrscht: Aufstiegskandidaten wie Biel, Delémont oder auch Wohlen haben allesamt schon Punkte liegen gelassen; am letzten Samstag hat es auch Baden erwischt. Trainer Ranko Jakovljevic fand dazu klare Worte. «Wir waren überheblich und legten in der Defensivarbeit nicht die nötige Disziplin an den Tag.» Nun bietet sich für die Badener gegen Schötz die Chance zur Wiedergutmachung.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams fand in der Saison 17/18 statt. Baden – damals in der Gruppe 2 eingeteilt – konnte sich im Hinspiel in Schötz (2:2) einen Punkt ergattern, musste sich allerdings im Rückspiel im Esp mit 2:4 geschlagen geben. Schötz hat sich mittlerweile seit über zehn Jahren in der 1. Liga etabliert und konnte sich als Kandidat für einen Spitzenplatz entpuppen. In der letzten Saison schlossen die Luzerner etwas enttäuschend nur auf Rang 10 ab.

Doch für diese Saison haben sie sich höhere Ziele gesetzt. Es soll einen Rang unter den ersten fünf werden und die Transfers unterstreichen ihre Ambitionen. Allen voran der neue Stürmer Elvis Bratanovic: Im Sommer 2018 beendete er im Alter von 25 Jahren seine Profikarriere bei Neuenburg Xamax und wechselte zurück nach Sursee. Sein damaliger Trainer André Grüter nahm ihn in diesem Sommer dann gleich mit nach Schötz, wo er bereits Tore geschossen hat.

Starke Offensiven auf beiden Seiten

Als Back-up für Bratanovic kann Trainer Grüter auf seinen Joker Labinot Aziri setzen. Zwei Mal wurde er eingewechselt und konnte in 63 Einsatzminuten bereits drei Treffer erzielen – eine Quote, die sich sehen lässt. Auf der linken Seite werden die beiden von einem ehemaligen Badener unterstützt. Michael Koch spielte 2012 noch bei den Aargauern. Letzte Saison avancierte er zum Leistungsträger des FC Schötz und erzielte als Toptorschütze der Mannschaft 16 Treffer.

Anfällig ist bei Schötz die Defensivabteilung. Sechs Mal musste Torhüter Stadelmann bereits hinter sich greifen. Eine Chance für die torhungrigen Badener, welche in dieser Saison bereits elf Tore erzielt haben. (spe)