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Strom wird im nächsten Jahr fast zehn Franken teurer – dafür aber auch grüner

Die Regionalwerke Baden bieten im nächsten Jahr neue Produkte mit einem stärkeren Fokus auf erneuerbare Energien an und setzen künftig auf Einheitspreise. Insgesamt steigen die Energiepreise jedoch.

Sarah Kunz
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Die Regionalwerke Baden feiern im nächsten Jahr ihr 130-jähriges Bestehen.

Die Regionalwerke Baden feiern im nächsten Jahr ihr 130-jähriges Bestehen.

Archivbild: zvg

Im neuen Jahr können Badenerinnen und Badener von grüneren Stromprodukten profitieren. Wie die Regionalwerke Baden (RWB) mitteilen, werden per 1. Januar 2022 drei neue Produkte angeboten: So erhalten Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung neu standardmässig das Basisprodukt «primastrom» aus 100 Prozent natürlicher Wasserkraft. Das Produkt «selectstrom» setzt – nebst Wasserkraft – einen zusätzlichen Fokus auf regionalen Solarstrom aus Baden. Es ersetzt das bisherige Aquae-Strom-Angebot. Und wer ganz auf erneuerbare Energie verzichten will, könne mit dem Produkt «einfachstrom» 100 Prozent Atomstrom beziehen.

Wie die RWB mitteilen, erhalten alle Kundinnen und Kunden im November nun einen persönlichen Produktvorschlag mit allen relevanten Informationen – gleichzeitig mit der Lancierung des neuen Firmenauftritts anlässlich des 130-jährigen Jubiläums.

Kraftwerk Kappelhof: Kundinnen und Kunden der Regionalwerke Baden erhalten Strom künftig standardmässig nur noch aus Wasserkraft.

Kraftwerk Kappelhof: Kundinnen und Kunden der Regionalwerke Baden erhalten Strom künftig standardmässig nur noch aus Wasserkraft.

Archivbild: Alex Spichale

Mit der Einführung der neuen Stromprodukte wird zudem der bisherige Hoch- und Niederpreis durch einen Einheitspreis ersetzt. Dieser richte sich stärker nach der Stromproduktion und den dazugehörigen Beschaffungskosten. Insgesamt wird der Strom mit den Änderungen und den steigenden Marktpreisen aber teurer: Wie die RWB ausrechnen, bezahlt ein Vierpersonenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4500 kW/h mit den Strompreisen 2022 und der neuen Preisstruktur 9 Franken mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhungs der Energiepreise um 75 Rappen pro Monat.

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