Zertifikat

Baden erhält Unicef-Label und will kinderfreundlicher werden

Hans Künzle (4.v.l.), Präsident UNICEF Schweiz und Liechtenstein, übergibt im Beisein einiger Badener Schülerinnen und Schüler das Zertifikat an Stadtammann Markus Schneider. Bild: Sandra Ardizzone

Hans Künzle (4.v.l.), Präsident UNICEF Schweiz und Liechtenstein, übergibt im Beisein einiger Badener Schülerinnen und Schüler das Zertifikat an Stadtammann Markus Schneider. Bild: Sandra Ardizzone

Die Stadt hat am Montag ein Zertifikat vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen erhalten – eine Ehre und Verpflichtung zugleich.

Als erster Ort im Kanton Aargau wurde die Stadt Baden 2014 von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet. Weil sie in den vergangenen Jahren ihren Aktionsplan weitgehend umsetzte, erhielt die Stadt das Zertifikat am Montag für weitere vier Jahre. Cyrill Tait, Geschäftsleitungsmitglied von Unicef Schweiz und Liechtenstein, überreichte die Auszeichnung dem Badener Stadtammann Markus Schneider (CVP). Cyrill Tait lobte, das Thema Kinderfreundlichkeit sei immer wieder auf der politischen Agenda von Baden zu finden gewesen, was dazu geführt habe, dass die Wichtigkeit des Themas innerhalb der gesamten Verwaltung erkannt worden sei.

Der Aktionsplan der vergangenen fünf Jahre sah unter anderem vor, die Mitsprache von Kindern bei Freizeitangeboten zu fördern und Ferienangebote aufzubauen. Stadtammann Schneider: «Wir sind sehr stolz auf die Rezertifizierung und freuen uns.»

Die Auszeichnung ist Ehre und Verpflichtung zugleich: Der Stadtrat hat sich vorgenommen, bis ins Jahr 2022 in fünf Bereichen Fortschritte zu erzielen. Ein Schwerpunkt betrifft die frühkindliche Förderung: Buben und Mädchen sollen sich in Baden im Vorschulalter optimal entwickeln können, die Chancengerechtigkeit soll dadurch beim Schuleintritt gewährleistet sein. Hierfür sollen Angebote und Dienstleistungen koordiniert werden. Weitere Ziele: Der Aufbau einer Tagesschule in Rütihof, die Gründung eines Jugendparlaments beziehungsweise eines Jugendrats, bessere Zugänge für Kinder zur städtischen Infrastruktur und kinderfreundliche Aussenräume der Schulanlagen. In einer Medienmitteilung heisst es: «Die Stadt Baden dürfte sich in den kommenden Jahren nach innen verdichten. Kinder und Jugendliche müssen indes die Möglichkeit haben, sich eigenständig zu bewegen. Hierfür benötigen sie genügend Frei- und Spielräume.» Diesen Umständen wolle die Stadt Baden durch Erarbeitung einer entsprechenden Boden- und Immobilienstrategie Rechnung tragen. Bei der Umsetzung der Strategie sollen auch Strukturen geschaffen werden, die es erlauben, die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Familien systematisch in die konkreten Realisierungsprozesse einzubinden.

«Gut funktionierendes WLAN wäre super»

Auch Badener Kinder waren bei der Übergabe des Zertifikats anwesend – sie präsentierten den Anwesenden ihre Vorstellungen einer kinderfreundlichen Stadt Baden: Sie wünschen sich «eine coole Schule mit coolen Lehrern», gute Busverbindungen und sichere Velowege, «damit wir rechtzeitig in der Schule ankommen», genügend saubere öffentliche Toiletten, «und auch ein gut funktionierendes WLAN wäre super», sagte ein Mädchen.

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