Der Badener Einwohnerrat hat am Dienstagabend beiden Anträgen zum Heissen Brunnen mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Mit 43 zu 3 Stimmen genehmigte das Parlament die Übernahme des Brunnens ins Eigentum der Einwohnergemeinde. Mit 44 Ja Stimmen wurde der Antrag des Stadtrats genehmigt, wonach die Einwohnergemeinde die jährlich wiederkehrenden Unterhalts- und Betriebskosten von rund 76500 Franken tragen wird. 

Die Idee zu diesem Gratis-Thermalwasserbecken im öffentlichen Raum stammt vom Verein Bagni Popolari, der in der Vergangenheit und während der laufenden Bauphase in den Bädern schon zahlreiche Kunstinstallationen und provisorische Badebecken installiert hat.

Die Kosten für den Bau des heissen Brunnens wird von den Ortsbürgern der Stadt Baden übernommen; sie genehmigten Ende 2018 einen Kredit von 670000 Franken. 

Von den Fraktionen wurde das Projekt in höchsten Tönen gelobt. Georg Gindely (SP) sagte: "Der heisse Brunnen ist ein Projekt, das badenerischer nicht sein könnte. Er schafft einen Bezug zur Vergangenheit." Das kostenlose Baden unter freiem Himmel ist in den Badener Bädern eine uralte Tradition, die erst im Laufe des 19. Jahrhunderts allmählich in Vergessenheit geriet (AZ von gestern). Stefan Jaecklin (FDP) sprach von einem "coolen Projekt, das Identität stiftet". 

Mehrere Fraktionen forderten, neben dem Becken müssten auch noch Toiletten und eine Umkleidekabine zur Verfügung gestellt werden. Der Stadtrat nahm diesen Wunsch entgegen - die Idee werde geprüft. (pkr)