Baden
Auch das «Fortyseven» setzt auf ihre Seifen: «Nachhaltigkeit darf kein Luxus sein»

Dominique Wörndli und Roxane Kiefer sind mit ihrem Start-up-Unternehmen im Oederlin-Areal erfolgreich – nicht zuletzt wegen eines Berichtes im «Badener Tagblatt».

Ursula Burgherr
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Dominique Wörndli und Roxane Kiefer freuen sich über den Erfolg ihres Start-Up-Unternehmens Marmara.

Dominique Wörndli und Roxane Kiefer freuen sich über den Erfolg ihres Start-Up-Unternehmens Marmara.

Ursula Burgherr

«Er hat Weihnachten schon mit Beyoncé in New York gefeiert», titelte das «Badener Tagblatt» vor rund einem Jahr in einem Bericht über Schlagzeuger Dominique Wörndli. Der 39-jährige gebürtige Badener war in den USA als Studiomusiker und Immobilienmakler tätig gewesen. Wegen der Coronapandemie kehrte er 2020 in seine Schweizer Heimat zurück und wagte etwas völlig Neues. Mit seiner Partnerin Roxane Kiefer gründete er im Oederlin-Areal in Rieden (Gemeinde Obersiggenthal) das Unternehmen Marmara.

Unter dem neuen Label produziert das Paar handgemachte, biologisch abbaubare Seifen mit 100 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen, und vertreibt sie in der Schweiz. Kiefer ist 27 und macht zurzeit an der Universität Basel ihren «Master in Sustainable Development».

Unnötiges Verpackungsmaterial als Auslöser

Umweltschutz und nachhaltiges Handeln gehören für beide schon lange zu ihrem Lebensstil. Sie verzichten auf ein Auto, tragen ihren Dingen Sorge, damit sie nicht ständig etwas Neues kaufen müssen, und ernähren sich vegetarisch. «Wir störten uns immer an den vielen Verpackungen bei Körperpflegemittel und machten uns zudem auf einer Rucksack-Tour durch Asien Gedanken über ein multifunktionales Produkt, durch das man die vielen Flaschen im Bad ersetzen könnte.»

Die Idee für Seifen mit ätherischen Ölen, die auch zur Haarwäsche verwendet werden können, war geboren. Der Weg bis zum handelsfertigen Produkt erwies sich jedoch als lang. Der Zeitungsbericht über den Schlagzeuger aus Baden und sein neu gegründetes Unternehmen Marmara schaffte es auf Englisch sogar in die «World Today News».

Tüften an neuen Rezepturen und Produkten

Aber das war nicht der einzige Erfolg. Das Team der neuen Badener Wellness-Therme Fortyseven wurde auf das Jungunternehmen aufmerksam und es entstand eine Zusammenarbeit. Die sparsam in recyceltem Karton verpackten Marmara-Seifen mit Argan-, Oliven-, Lavendel-, Teebaum- und anderen Ölen sind mittlerweile in verschiedenen Shops und Hotels zu finden. «Wir tüfteln ständig an neuen Rezepturen und Produkten», bekunden die frischgebackenen Firmeninhaber. Nun soll das Angebot um Körperpeelings und Duftkerzen passend zu den Seifen ergänzt werden.

12.50 Franken kostet zurzeit eine Marmara-Seife. «Nachhaltigkeit darf kein Luxus oder nur ein Trend sein, dem man folgt. Sie muss zur neuen Normalität werden und auch für Menschen bezahlbar sein, die nicht zu den Topverdienern gehören. Nur so hat sie Bestand», zeigen sich Kiefer und Wörndli überzeugt.

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