Baden
270 Veloabstellplätze auf zwei Stockwerken: SBB und die Stadt investieren gemeinsam

Beim Gleis 1 am Badener Bahnhof sind neue Veloparkplätze erstellt worden. Sie werden bis Mitte Oktober etappenweise in Betrieb genommen. Jürg Meier von Pro Velo Region Baden ist hocherfreut erhofft sich aber von nun an einen strengeren Umgang mit «Veloleichen».

Pirmin Kramer
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Bereits rege genutzt: Die Veloabstellplätze am Bahnhof Baden.

Bereits rege genutzt: Die Veloabstellplätze am Bahnhof Baden.

pkr

Gemeinsam mit der Stadt Baden haben die SBB neben dem Perron Gleis 1 eine hydraulische Doppelstockparkieranlage für Velos erstellt. Die bestehende Anlage mit 300 Plätzen wurde ersetzt und mit 270 zusätzlichen Plätzen ergänzt. Zukünftig stehen beim Gleis 1 somit nun 536 Abstellplätze für Velos zur Verfügung.

Die neue Anlage geht etappenweise bis am 15. Oktober 2021 in Betrieb, wie die SBB und die Stadt Baden mitteilen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 656'970 Franken. Die Hälfte davon, also 328'000 Franken, übernimmt die Stadt Baden. Das Geld wird aus dem Fonds «Ersatzabgabe für nicht erstellte Autoparkplätze» entnommen, wie die Stadt Baden auf Anfrage mitteilt.

So sah es beim Gleis 1 früher aus.

So sah es beim Gleis 1 früher aus.

Sandra Ardizzone

Aus Sicht von Pro Velo Region Baden waren die neuen Abstellplätze längst fällig. Vizepräsident Jürg Meier sagt: «Bereits vor vielen Jahren haben wir die Forderung nach einer solchen doppelstöckigen Anlage gestellt. Damals hiess es aber, aus optischen Gründen wäre eine solche Anlage nicht möglich.» Dass das Projekt nun realisiert worden ist, sei hoch erfreulich. «Der Bahnhof ist für Velofahrer einer der wichtigsten Orte in der Region überhaupt», so Meier.

Ein Teil der Anlage ist bereits in Betrieb – und wird rege genutzt. In Richtung Tunnel sind fast alle Plätze besetzt, dies auf beiden Stockwerken. «Das beweist, dass die Velofahrerinnen und Velofahrer die Anlage akzeptieren», sagt Jürg Meier. Dass es mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, das Velo in das obere Stockwerk zu verfrachten, sei offenbar kein Problem.

Der Bau der kostenpflichtige Velostation beim Gleis 5 war politisch umstritten: Sie kostete 885000 Franken.

Der Bau der kostenpflichtige Velostation beim Gleis 5 war politisch umstritten: Sie kostete 885000 Franken.

Alex Spichale

Im Vergleich dazu sei die kostenpflichtige provisorische Velostation auf der anderen Bahnhofseite bis heute kein durchschlagender Erfolg, wenn auch Meier sie nicht als Fehlinvestition betiteln würde. Die Velostation kostete 885'000 Franken.

Meier hofft, dass künftig strenger als bisher mit «Veloleichen» umgegangen wird, also mit Fahrrädern, die wochenlang am Bahnhof stehen und nicht bewegt werden. «Nach drei oder vier Wochen sollten solche Velos entfernt werden.»

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