Baden

«Badekultur in & ennet Baden»: Ein Badetuch für die grossen Baden-Fans

Verkäuferin Michèle Mengozzi und Designerin Doris Oberneder präsentieren ihr neues Badetuch.

Verkäuferin Michèle Mengozzi und Designerin Doris Oberneder präsentieren ihr neues Badetuch.

Designerin Doris Oberneder hat ein besonderes Souvenir für den Kurort beidseits der Limmat kreiert.

«Badekultur in & ennet Baden» – dieses Wortspiel ist auf dem Badetuch im Retrostil von Doris Oberneder aufgedruckt. Tatsächlich hat die seit 17 Jahren in Zürich lebende Österreicherin dieses speziell für die Region Baden und Ennetbaden gestaltet. Seit Dezember 2019 wird das in Österreich produzierte Badetuch nun im Laden «Sprungbrett Baden» sowie bei Info Baden, im Hotel Blume und bei «il savun» für 62 Franken verkauft.

Das Badetuch aus Baumwolle ist ihr zweites nach dem Zürisee-Badetuch «Sommer am Zürisee – Badekultur seit 1804», das Doris Oberneder inspiriert vom Jubiläum der alten «Utoquai-Badi» in Zürich kreiert hatte. Normalerweise ist sie vor allem als Kommunikationsdesignerin tätig. Das Badetuch für Baden und Ennetbaden hat sie aus Eigeninitiative entworfen: «Ich habe mir die Freiheit genommen, einfach einmal ohne Auftraggeber etwas selbst zu machen».

Die ursprüngliche Idee dafür habe jedoch Michèle Mengozzi, die Besitzerin von «Sprungbrett Baden» gehabt, da sie schon vom Zürisee-Badetuch begeistert gewesen sei.

Anlehnung an die römischgriechische Badekultur

Statt nur den Namen des Badetuchs zu ändern, wollte Oberneder ein komplett neues Design. «Mir ist es wichtig, dass meine Kreationen nicht nur ästhetisch, sondern auch inhaltlich stimmig sind», sagt die 48-jährige. Die auf dem Badetuch abgebildeten Frauenfigur und das blau-weisse Muster sind eine bewusste Anspielung auf die römisch-griechische Badekultur: Vor 2000 Jahren haben die Römer die ­erste Thermalquelle in Baden und Ennetbaden aufgefunden.

Durch das Badetuch möchte Oberneder nun die Geschichte der Region kommunizieren: «Das Muster soll an das Mosaik der alten Bäder erinnern, die Frauenfigur stellt die Venus von Milo dar.» Diese sei die römische Version der griechischen Aphrodite. «Die Römer haben die Griechen in vielerlei Hinsicht imitiert», fügt sie hinzu.

Oberneder plant, der Kreation einen seriellen Charakter zu geben: Sie ist bereits an einem zweiten Entwurf, der diesmal eine Männerfigur zeigt. Diesen versucht sie, über Crowdfunding zu finanzieren.

Baden als Badestadt

An die historische Badekultur erinnernd, ist das Badetuch wie gemacht für den bekannten Badeort Baden und auch das Timing passt – gerade im Hinblick auf das Ende 2021 eröffnende Botta-Thermalbad. «Es ist eher ein Winterbadetuch, was sich besonders für den Thermalbadbesuch eignet, aber man kann es natürlich auch im Sommer benutzen» sagt Verkäuferin Michèle Mengozzi, die das «Sprungbrett Baden» führt.

Baden sei die Badestadt schlechthin, die man auch noch über Kantonsgrenzen hinaus kenne. «Damit, dass Baden und Ennetbaden ein eigenes Badetuch ­bekommen, wollen wir die Baderegion würdigen und wertschätzen», so Mengozzi. Sie bezeichnet das Badetuch auch als Souvenir für sogenannte «Heimweh-Badener».

Ausserdem würde es zeitlich zur aktuellen Entwicklung im Bäderquartier passen, das gerade durch Café- und Ladeneröffnungen immer lebendiger werde. «Wir freuen uns, dass das Badetuch nun im aufblühenden Badekulturraum zum Einsatz kommen kann», so Mengozzi.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1