Der Personalchef von Alstom Schweiz, Walter Hiltbrunner, sagte gegenüber Radio DRS, dass Alstom in der Schweiz mit den Entlassungen weitermache. Dies deshalb, weil das Verfahren dazu unabhängig sei von jenem auf europäischer Ebene.

Der europäische Betriebsrat hatte nämlich erreicht, dass die internationalen Entlassungen noch einmal überprüft werden. Bis zum nächsten Treffen der Konzernspitze mit dem Betriebsrat am 20. April hat Alstom alle Entlassungen aufgeschoben, hatte ein Gewerkschaftsvertreter am Wochenende erklärt.

Grund für den Aufschub: Alstom will zuerst die Folgen des Atom-Unglücks in Japan genauer analysieren. Das Unternehmen rechnet damit, dass Regierungen früher als geplant aus der Atomenergie aussteigen und verstärkt auf Gas-, Wasser- und Windkraft setzen könnten. Alstom ist in diesen Bereichen tätig.

In der Schweiz ändert das aber nichts an den Entlassungen. Man lässt sich dafür nur ein bisschen mehr Zeit als ursprünglich geplant. Sollten die ersten Entlassungen zuerst im April ausgesprochen werden, wird es nun Mai. Man schaue sich alle Fälle noch einmal an und suche nach den besten Lösungen, sagt Walter Hiltbrunner.

Alstom Schweiz hatte im Herbst einen Abbau von 750 Stellen angekündigt. Viele Mitarbeiter haben unterdessen gekündigt, andere wurden versetzt oder vorzeitig pensioniert. Entlassungen gibt es deshalb noch 445. (rsn)