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ABB macht SBB-Lok wieder fit: Die gesamte Flotte der legendären Lok 2000 wird modernisiert

Eine Lok 2000 kurz vor der  Einfahrt am Bahnhof Baden. Bild: az/archiv

Eine Lok 2000 kurz vor der Einfahrt am Bahnhof Baden. Bild: az/archiv

Die ABB Schweiz modernisiert die gesamte Flotte der Lok 200 und bringt diese auf den neuesten Stand der Antriebstechnik. Das Unternehmen mit Sitz in Baden verlängert die Lebensdauer der SBB-Lokomotiven damit um 20 Jahre.

Sie sind seit 1992 auf Schweizer Schienen unterwegs, die Zugpferde der meisten Intercity-Züge und absolvieren etwa die Hälfte aller von den SBB erbrachten Personenkilometer: Nun wird die gesamte Flotte der Lok 2000, offizieller Name lautet Re 460, modernisiert und für weitere 20 Jahre fit gemacht.

Die ABB hat von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Rahmen eines Modernisierungsprogramms eine Folgebestellung für die Erneuerung der Leistungselektronik erhalten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Auftrag umfasst Traktionsumrichter der neuesten Generation für 18 Lokomotiven und folgt der ursprünglichen Bestellung von Traktionsumrichtern für 101 Lokomotiven im Jahr 2014. ABB modernisiert damit die gesamte Flotte Re 460 und bringt diese auf den neuesten Stand der Antriebstechnik. Mehr als 50 Prozent der Erstbestellung sind bereits an die SBB ausgeliefert.

Bereits 5,5 Millionen Kilometer zurückgelegt

Jede der Lokomotiven hat durchschnittlich 5,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das umfassende Modernisierungsprogramm der SBB dauert fünf Jahre. Die gesamte Flotte spart dank neuer Traktionsumrichter und weiterer technischer Optimierungen jedes Jahr rund 30 Gigawattstunden Energie ein, das sind fünf Gigawattstunden mehr als ursprünglich erwartet.

Die Energieeinsparungen entsprechen dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 10000 Schweizer Haushalten. Unter anderem werden die Kühlsysteme der Umrichter künftig mit Wasser statt mit Öl betrieben. «Dieser Folgeauftrag bestätigt das Vertrauen in unsere Antriebstechnologie und ist ein wichtiger Meilenstein in unserer langjährigen Zusammenarbeit mit den SBB», sagt Robert Itschner, Country Managing Director ABB Schweiz.

«Wir freuen uns, dass wir mit unserer Antriebslösung Partner in diesem bedeutenden Modernisierungsprojekt im Schweizer Heimmarkt sind und in enger Zusammenarbeit mit den SBB zu einem energieeffizienten Weiterbetrieb der Fahrzeuge beitragen.»

Die ABB beliefert den Bahnsektor laut Mitteilung seit vielen Jahren mit innovativen und energieeffizienten Technologien. Das Unternehmen fertigt und wartet alle Komponenten und Teilsysteme, die in den Schienenfahrzeugen und der Infrastruktur des Nah- und Fernverkehrs sowie auf Hochgeschwindigkeitsstrecken zum Einsatz kommen. (az)

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