Baden

«Aagrüert isch!»: Der Badener «Winterzauber» ist gezündet

Mit Glühwein, Comedy und Fondue wurden am Mittwochabend auf dem unteren Bahnhofplatz besinnliche Monate eingeläutet. Der «Winterzauber» mit seinem Winterdörfchen und zahlreichen Aktivitäten für Gross und Klein dauert nun bis 6. Januar 2019.

Kräftig rührt Rolf Beeler die Käsemasse im Fondue-Topf auf dem unteren Bahnhofplatz in Baden. Währenddessen unterhält Stand-up-Comedian Fabian Würth das Publikum mit Sketches. Als Beeler das Okay gibt, reichert Schnapsbrenner Lorenz Humbel das Fondue mit Kirsch an und flambiert es. Dann taucht Stadträtin Sandra Kohler ein Brotstückchen ein. «Aagrüert isch!», sagt sie.

Mit der «Aarüerete» hat der Badener «Winterzauber» nun offiziell begonnen. Noch bis Sonntag, 6. Januar, hält er Einzug. Bis dahin finden in der Innenstadt verschiedene Veranstaltungen für Gross und Klein statt.

«Aagrüert isch»: Der Badener «Winterzauber» hat begonnen

Sandra Kohler rührt an, Rolf Beeler räumt auf und Fabian Würth unterhält.

Mittelpunkt des «Winterzaubers» bildet das Dörfchen auf dem unteren Bahnhofplatz mit der Fondue-Hütte, dem «Brenner-Schopf» und der Feuerstelle. Diese werden von der Stetter Brennerei Humbel im Auftrag des Handels- und Gewerbevereins City Com Baden geführt.


Rund 35 Mitarbeiter im Einsatz


«Vor einer Woche haben wir mit den Aufbauarbeiten begonnen. Dank dem gut eingespielten Bau-Team ist jetzt alles parat für den ‹Winterzauber›», sagt Projektleiterin Nicole Lüthy. Neu kommt in diesem Jahr ein «Wurststand» bei der Feuerstelle hinzu. Im Schöpfli können Besucherinnen und Besucher Getränke und Müller-Cervelats kaufen, um sie anschliessend nebenan über dem Feuer zu bräteln. «Der Stand soll auch dazu beitragen, dass bei der Feuerstelle alles rechtens verläuft», sagt Lüthy.

Das ist den Betreibern wichtig, denn: In der letzten Ausgabe des «Winterzaubers» kam es am Feuer zu Unstimmigkeiten, wobei die Feuerstelle für ein paar Tage eingestellt und die Securitas aufgeboten werden musste (die AZ berichtete). «Die Situation hatte sich dank der Anwesenheit der Sicherheitsmänner und der Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei aber rasch wieder normalisiert», blickt Lüthy zurück.

Deshalb: «Wir halten an unserem bisherigen Sicherheitskonzept fest und handeln, wenn es die Situation verlangt.» Was die Auslastung der Fondue-Hütte betrifft, sagt sie: «Gegenüber dem letzten Jahr ist sie in etwa gleich, wobei wir auch für Kurzentschlossene ein Plätzchen finden werden.»


Bis zur «Uuschratzete» Anfang Januar werden rund 35 Mitarbeiter im Einsatz sein. «Auch wenn es eine stressige Zeit sein wird, blicken wir mit Freude auf den ‹Winterzauber›», so Lüthy


«Wichtigste Zeit für Detaillisten»


Der «Winterzauber» geht zurück ins Jahr 2005, als die City Com zum ersten Mal die Innenstadt mit einer weihnachtlichen Atmosphäre belebte. «Der ‹Winterzauber› ist die wichtigste Zeit für den Badener Detailhandel», sagt City-Com-Präsident Robert Sailer. Aber auch für die Imagepflege der Stadt seien die Monate von Bedeutung.


Insgesamt 60 000 Franken beträgt das Budget, das sich aus den Mitglieder-Einnahmen der City Com zusammensetzt. «Ziel des ‹Winterzaubers› ist es, mit einer attraktiven Innenstadt Leute nach Baden zu locken; aber auch eine sinnliche Atmosphäre zu schaffen», so Sailer.

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