Bellikon

8848 Höhenmeter: Mit dem Rennvelo auf den virtuellen Mount Everest

Nach 8848 Höhenmetern: Triathlet Rolf Senn (l.) und Tobias Schär, Projektinitiant von «Wir lernen weiter», auf der Buchenegg.

Nach 8848 Höhenmetern: Triathlet Rolf Senn (l.) und Tobias Schär, Projektinitiant von «Wir lernen weiter», auf der Buchenegg.

Rolf Senn radelt 45-mal auf die Buchenegg und sammelt damit über 6000 Franken.

Es ist eine imposante Leistung, die der 51-jährige Rolf Senn am Wochenende erbracht hat: Der Triathlet aus Bellikon ist mit seinem Rennvelo 45-mal auf die Buchenegg gefahren. Mit seiner Fahrt hat er einen Höhenunterschied von insgesamt 8848 Metern überwunden, was der Höhe des Mount Everest entspricht.

Den Zürcher Pass hat Rolf Senn nicht in erster Linie wegen der sportlichen Herausforderung unter den Sattel genommen. Der Langstreckenspezialist und zweifache Familienvater hat bei seiner aussergewöhnlichen Fahrt Spenden für «Wir lernen weiter» gesammelt. Das Projekt vermittelt Familien, denen aufgrund finanzieller Not der Anschluss an die digitale Welt verwehrt bleibt, geeignete IT-Ausrüstung. Lanciert wurde «Wir lernen weiter» von Tobias Schär, Unternehmensberater im Softwarebereich und Wirtschaftsinformatikstudent aus Merenschwand.

«Die Initiative finde ich äusserst sinnvoll», sagt Rolf Senn. «Zum einen, weil Tobias Schär alte Laptops und PCs, die von Unternehmen und Privatpersonen nicht mehr benötigt werden, aufbereitet und an Bedürftige vermittelt. Zum anderen erlaubt das Projekt finanziell schwächeren Familien Zugang zu digitalen Medien und somit zu Bildungsangeboten, wie sie beispielsweise während des Corona-Lockdowns beim Homeschooling gefragt waren.»

Los ging es für Rolf Senn um 6 Uhr in der Früh. «Wenn ich normalerweise an den Start gehe, stehen die Leistung und die Zeit im Vordergrund. Bei dieser Fahrt war es ein Rennen nur gegen mich und für einen guten Zweck. Das war wunderbar», blickt er auf sein Erlebnis zurück.

Motiviert wurde Senn am Strassenrand nicht nur von Tobias Schär, sondern auch von den Mitgliedern des Kiwanis Club Mutschellen. Der Kiwanis Club hat seine Fahrt mit einem Betrag in Höhe von über 3000 Franken unterstützt. «Weitere knapp 3000 Franken kamen über private Spenden zusammen», erklärt Senn, selbst Kiwaner, nicht ohne Stolz. (az)

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