Eine dichte Nebelsuppe lag am Mittwochabend über Freienwil, als es um 20 Uhr im Ausserortsbereich Richtung Hertenstein zu einem folgenschweren Unfall kam. Laut Kantonspolizei Aargau fuhr ein 85-jähriger Smart-Fahrer bei schlechter Sicht vom Hertenstein kommend zu weit auf die Gegenfahrbahn und streifte dort einen entgegenkommenden Smart, an dessen Steuer ein 71-jähriger Mann sass. Beide Fahrzeuge blieben danach jeweils auf ihren Gegenfahrbahnen stehen.

Strasse Freienwil Hertenstein Google Maps

Daraufhin rammte ein ebenfalls Richtung Freienwil fahrender Renault den Smart des 71-Jährigen. Der Smart des 85-jährigen Unfallauslösers seinerseits wurde von einem aus Freienwil herannahenden Subaru gerammt. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Smart ins angrenzende Wiesland geschleudert.

Dabei wurde der 85-jährigen Autolenker in seinem Kleinwagen eingeklemmt und konnte erst von der Stützpunktfeuerwehr Baden befreit werden. Die Ambulanz brachte ihn mit mittelschweren Verletzungen ins Spital. Auch der 71-jährige Smart-Lenker musste sich zur Kontrolle ins Spital begeben.

Massenkarambolage in Freienwil

Massenkarambolage in Freienwil

Nur leicht verletzt wurde bei der Karambolage der 45-jährige Subaru-Fahrer. Gar unverletzt überstand die Fahrerin des Renaults die Karambolage. An den Fahrzeugen entstand laut Kantonspolizei ein Sachschaden von rund 40 000 Franken.

Berüchtigte Nebelbank

Während der Bergung und Tatbestandsaufnahme musste die Freienwilerstrasse gesperrt werden. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um. Die Staatsanwaltschaft Baden eröffnete eine Untersuchung zur Klärung des Unfallhergangs und ordnete beim 85-Jährigen zudem eine Blut und Urinprobe an.

Einer der ersten am Unfallort war Stefan Hänzi, Hauptmann der Feuerwehr Ehrendingen-Freienwil. «Die Strecke zwischen Freienwil und Obersiggenthal ist bekannt. Vor allem um diese Jahreszeit ist Vorsicht geboten, weil sich auf diesem Abschnitt immer wieder gefährliche Nebelbänke bilden können», so Hänzi, der am Mittwochabend den Einsatz vor Ort leitete.

Hänzi zeigt sich erleichtert über das relativ geringe Schadensbild mit lediglich einem mittelschwer Verletzten. «Es waren ausgerechnet zwei Smarts involviert, da ist nicht viel Blech vorhanden, das die Autolenker schützt.» Der ganze Einsatz sei reibungslos und gut über die Bühne gegangen.

Bereits vor knapp zwei Monaten musste Hänzi mit seinen Männern ausrücken, als sich auf der Freienwilerstrasse eine Frontalkollision ereignete, bei der aber glücklicherweise niemand ums Leben kam. Damals war aber nicht der Nebel Grund für den Unfall, sondern eine Streifkollision kurz nach der Kuppe.