Wettingen

70 Jahre Akkordeonorchester Egloff: Die Akkordeonisten spielen filmreif

Das Akkordeonorchester Egloff feiert sein 70-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum spielt das Orchester Filmmusik und beweist damit, wie zeitlos das Instrument ist. Das Repertoire begeistert Jung und Alt, denn von «Biene Maja» bis zu «der Pate» ist vieles vertreten.

Jubiläen soll man feiern, wie sie fallen: Vor 70 Jahren gründete Franz Egloff das Akkordeonorchester Egloff Wettingen. Heute dirigiert seine Tochter, Brigitte Meier-Egloff, das Orchester. Am Samstag wurde der runde Geburtstag im Saal der reformierten Kirche mit dem Jahreskonzert gefeiert. «Filmmusik» war das Thema, dass sich Brigitte Meier-Egloff ausgesucht hat. «Der 70. Geburtstag bedeutet mir viel. Es freut mich, dass wir so alt geworden sind», sagt Brigitte Meier-Egloff mit einem stolzen Lächeln auf den Lippen.

Das Akkordeon ist zeitlos

Alt ist das Akkordeonorchester zwar, seine aktiven Mitglieder jedoch sind es nicht. Eine durchmischte Gruppe, von alt bis jung. Jüngstes Mitglied ist mit 18 Jahren Emanuel Aegerter, der das Instrument seit der Primarschule spielt. «Als ich das erste Mal ein Akkordeon live spielen hörte, wusste ich sofort: Das ist mein Instrument», sagt er. Seit ungefähr vier Jahren ist er Teil des Orchesters. «Das Akkordeon wird unterschätzt und ist verkannt. Es ist aber ein sehr modernes Instrument. Das Akkordeon ist zeitlos», ist er überzeugt. «Das tolle am Akkordeon ist seine Vielseitigkeit. Mit ihm kann man jeden Stil spielen, also auch moderne Stücke», stimmt ihm Brigitte Meier-Egloff zu.

Wie aktuell Akkordeon sein kann, bewiesen die Spieler auch während des Jahreskonzerts in Wettingen. Berühmte Soundtracks von Filmklassikern wie «Der Pate», «Dr. Schiwago» «Fluch der Karibik» und «Star Wars» wurden auf dem Akkordeon neu interpretiert. Auch «Die Maus», «Pink Panther» und «Lion King» durften nicht fehlen. Parallel zu den einzelnen Stücken wurden die dazugehörigen Filmszenen auf Leinwand projiziert.

Zwar nichts mit Film zu tun, aber trotzdem im Programm des Jahreskonzertes inbegriffen war das Stück «Die Abteikirche von Payerne» von Jörg Draeger. Stolz verkündet Brigitte Meier-Egloff, dass sie mit eben diesem Song im kommenden Sommer an einem Akkordeon-Wettbewerb teilnehmen werden.

Keine Sorgen um Nachwuchs

Das Jahreskonzert bot auch den jüngsten Akkordeonisten eine Bühne. Mit «Biene Maja» und «Gameboy-Spiele» bewiesen sich die Akkordeonschüler der Musikschule Wettingen unter der Leitung von Astrid Frandsen. «Mit Nachwuchs hatten wir nie ein Problem», sagt Brigitte Meier-Egloff. Wer weiss, vielleicht sind auch bald die fünf Nachwuchs-Akkordeonisten im Orchester mit dabei.

Mit ihrem Programm begeisterten die Akkordeonisten des Orchesters Egloff Wettingen die Zuschauer. Nach dem Ende des Programms forderte das Publikum noch mehr Musik. So spielte das Orchester zwei Zugaben, bevor das Konzert unter tosendem Applaus endgültig beendet wurde. Nach dem Konzert zieht die Dirigentin ein positives Fazit: «Der Saal wurde mit einem super aufgestelltem Publikum gefüllt. Es hat grossen Spass gemacht für sie zu musizieren. Ein sehr schöner Jubiläumsabend.»

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