Gebenstorf

Drei 5G-Antennen trotz Widerstand bewilligt

Auch im Kirchturm soll eine Handyantenne installiert werden.

Auch im Kirchturm soll eine Handyantenne installiert werden.

Der Gebenstorfer Gemeinderat begründet den Entscheid, die Baubewilligung zu erteilen – weitere Mobilfunkanlagen sind geplant.

Der Gemeinderat Gebenstorf hat die Baubewilligungen für drei Mobilfunkantennen erteilt: Es handelt sich um die Umrüstung von zwei bestehenden Antennen sowie um einen Neubau. «Es gab zum Teil Widerstand aus der Bevölkerung, aber der Gemeinderat will und kann den weltweiten Fortschritt nicht aufhalten», sagt Gemeindeammann Fabian Keller (CVP). Sunrise kann somit die Anlagen an den Adressen Reussblick 1 sowie Wiesenstrasse 13 ausbauen; zudem darf Salt eine neue Antenne an der Adresse im Halt 8 aufstellen. «Alle Mobilfunkanlagen sind 5G-fähig», sagt Keller.

Die Bewilligungen sind erteilt worden im Sinne der kommunalen Bauvorschriften. «Wir wollen, dass in der neuen Bau- und Nutzungsordnung das vom Kanton bevorzugte Kaskadenmodell zur Anwendung kommt, wonach für Mobilfunkantennen-Standorte unterschiedliche Prioritäten gelten sollen», erklärt Keller. Priorität sollen Industrie- und Gewerbezonen, zweitens öffentliche Zonen haben, drittens gemischte Zonen und viertens Wohnquartiere. «Interessanterweise gab es weniger Widerstand gegen die Umrüstung der Antenne, die sich im Wohngebiet befindet, als gegen die neue Antenne von Salt in der Gewerbezone», so Keller.

Bald eine Antenne im Kirchturm?

Am Beispiel der Mobilfunkanlagen zeigten sich die Nachteile der Liberalisierung: «Jeder Anbieter benötigt seine eigenen Antennen.» Bereits haben sie neue Pläne in der Schublade – eine Antenne soll im Turm der katholischen Kirche aufgestellt werden, eine weitere im Geelig. «Wir rechnen auch bei diesen Baugesuchen mit Widerstand. Zwar haben die meisten Menschen ein Handy, aber eine Antenne in der Nachbarschaft wollen die wenigsten.»

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