In den letzten drei, vier Jahren hat eine neue Erscheinung Einzug in die Schweiz gehalten, oder vielmehr: Sie rollt auf Rädern daher. Die Rede ist von Streetfood- und Foodtruckfestivals, einem Konzept, das ursprünglich aus den USA stammt und vorwiegend die amerikanische Arbeiterklasse mit herzhafter Kost versorgte.

Um ein deftiges, schnell hinuntergeschlungenes Mittagessen geht es an den modernen Streetfoodfestivals jedoch nicht mehr. Die Imbisswagen sind heute fahrende Gourmetrestaurants, die sich in Reih und Glied um die unterschiedlichen Geschmäcker und Vorlieben ihrer anspruchsvollen Kundschaft bemühen.

Ein ganz besonderes Food Truck Festival fand dieses Wochenende auf der Klosterhalbinsel in Wettingen statt. Nicht auf der Strasse, sondern etwas abgelegen unter den Bäumen — und mit dem hintergründigen Rauschen der Limmat konnte man am Freitag und Samstag bei schönstem Spätsommerwetter Salziges und Süsses aus einer handverlesenen Anzahl von Schweizer Food Trucks auswählen. «Bei der Auswahl waren uns Food Trucks aus der Region mit gutem, authentischem Essen wichtig», sagt Rebekka Stutz von Kitchenette, einem jungen Food Truck Start-Up aus Baden. Zusammen mit Marco Müller (LägereBräu) und Patrick Wernli (Kailua GmbH) organisiert sie seit 2016 das Foodtruckfestival namens «eat urban». Sofort fällt auf: Vom Phänomen «Fastfood» ist hier nichts zu spüren. An den Tischen und Bänken, die über die Klosterhalbinsel verteilt sind, sitzen viele junge Familien und Freunde und geniessen das Essen in guter Gesellschaft.

Die Qual der Wahl hatten die rund 3000 Besucher unter anderem zwischen Flammkuchen und Nachos, argentinischen Empanadas, leckerem Angussteakburger, sri-lankischem Kottu Roti und authentischem Pad Thai. Und auch an verlockenden Desserts mangelte es nicht: Ob Nutella-Crêpes, knusprigen Churros, feinen Birnen-Schoko-Strudel oder einfach einem richtig gut gerösteten Kaffee, die Entscheidung fiel nie leicht. Gut, wer mit den Liebsten unterwegs war, der konnte sich einmal quer durch die Teller probieren.