Baden

15 Quadratmeter für einen Traum: Im «NaniManu Baden» gibt es nachhaltige Accessoires für Zuhause

Reana Hostettler und ihr Mann Jan Durrer. Er ist für den Onlineshop zuständig.

Reana Hostettler und ihr Mann Jan Durrer. Er ist für den Onlineshop zuständig.

Designerin Reana Hostettler und ihr Jan Durrer bieten in der Altstadt Badens bald Schneidebretter, Tabletts und Humidore aus verschiedenstem Holz an – und das aus nachhaltiger Produktion.

Dunkle, grobe Holzspäne liegen im Schaufenster. Darauf stehen ein Serviertablett, Schneidebretter und Humidore für Zigarren. Alles in der Schweiz handgefertigte Produkte aus Holz. Vor dem Schaufenster ist eine Bank platziert – ebenfalls aus Holz. Die Türe zum dazugehörigen Laden steht weit offen. Ein gelber Sessel sticht beim Betreten des Raumes ins Auge. «Das Sofatablett wird ebenfalls in unserem Sortiment erhältlich sein», sagt Reana Hostettler und zeigt auf das Holzaccessoire, das die Lehne des gelben Sessels umgibt. Ihr Blick schweift über die Kartonschachteln, die auf der ca. 15 Quadratmetergrossen Ladenfläche herumliegen. «Bisher haben wir nur das Schaufenster eingerichtet. Für die Ladeneröffnung von «NaniManu Baden» am 24. Oktober haben wir noch viel zu tun», sagt die 33-jährige aus Baden.

«Wir», das sind die Designerin und Inhaberin des Ladens und ihr Mann, Jan Durrer. Der gebürtige Obwaldner ist für den Onlineshop des Labels zuständig. Sowohl online als auch im Laden an der Oberen Halde findet man Holzaccessoires – von der Aufbewahrungsbox in vier verschiedenen Grössen bis zum Kerzenständer-Set. Die Produkte sind aus Esche, Ahorn, Eiche oder Nussbaum hergestellt.

Das Ehepaar arbeitet nicht zum ersten Mal zusammen. Vor der Entstehung des Labels arbeitete Hostettler mit ihrem Mann, ihrer Stiefmutter Marie-Anne und ihrem Vater Andy Hostettler bei PanoramaKnife. Letztes Jahr hat die Familie das Unternehmen verkauft. Die Holzmanufaktur Urwyler & Hostettler blieb im Besitz ihres Vaters und seines Geschäftspartners: «Ich wollte nach wie vor mit Holz arbeiten, da es ein nachhaltiges Material ist. Die kleine Holzmanufaktur wird von den betreuten Talenten vom Ekkharthof in Lengwil (TG) unterstützt», sagt Hostettler. Während sie bei der Online-Marketing-Agentur ihres Mannes arbeitet, lanciert sie nebenan das Label NaniManu: «Nani ist mein Spitzname, Manu die Abkürzung für Manufaktur.»

«Nie der richtige Zeitpunkt, um Laden zu eröffnen.»

Das Ladenlokal war ein Glückstreffer und langersehnter Traum von Hostettler. «Ich wohne seit knapp 14 Jahren in Baden und seit ich den Antiquitäten-Laden im Bäderquartier gesehen habe, wünsche ich mir selbst ein Lädeli.» Gesagt, getan: Per Zufall habe sie vom leerstehenden Ladenlokal an der Oberen Halde 32 erfahren. «Trotz der aktuellen Situation mit Corona habe ich mich nach Absprache mit meiner Familie dafür entschieden, das Ladenlokal zu mieten.» Durrer ergänzt: «Es gibt nie den richtigen Moment, um einen Laden zu eröffnen. Sei es aus privaten oder wirtschaftlichen Gründen», sagt der 34-Jährige. Ausserdem seien die beiden kreative Köpfe und werden trotz der aktuellen Umstände den Schritt wagen und ihr Herzensprojekt umsetzen.

Das NaniManu-Lädeli mit Atelier wird voraussichtlich jeden Freitag und Samstag geöffnet sein. «Mir ist es wichtig, dass meine Kunden mir bei der Arbeit über die Schulter schauen können.» Ausserdem könne man im Laden richtige Waldatmosphäre geniessen, sagt Hostettler. Ansonsten werde am Schaufenster ein QR-Code kleben, bei dem man die Produkte direkt online bestellen kann.

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