Peter Wanner, VR-Präsident und Verleger der AZ Medien, überreichte Fleck den Preis anlässlich einer Feier im Künstlerhaus Boswil im Beisein von Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik.

Fleck, 42, ist Mitbegründer des «casalQuartetts», seit 2001 künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten Boswiler Sommers und der dortigen Meisterkonzerte. 2009 hat er das «Chamber Aartists Orchestra» (Chaarts) gegründet.

«Pfiffiger Festivalleiter und innovativer Musikmanager»

Die Jury des Kulturpreises der AZ Medien würdigte Andreas Fleck, der anlässlich der Feier mit seinen Chaarts-Musikern und dem Geiger Gilles Apap einen Einblick in sein Repoertoire gab, vor allem als Erneuerer, Ideengeber und Vermittler in der schweizerischen Musiklandschaft. 

Jurypräsidentin Sabine Altorfer sagte, Boswil sei genau der richtige Ort, um den pfiffigen Festivalleiter und innovativen Musikmanager Andreas Fleck zu ehren. «Denn hier hat er uns schon oft am Boswiler Sommer verzückt oder mit Chaarts, dem Chamber Aartists Orchestra, in andere musikalische Sphären entführt», sagte sie.

Das Reizvolle an diesem aargauischen Kompetenzzentrum für Musik sei ja nicht nur die barocke Dorfkirche mit ihrer schönen Akustik, sondern gerade der Gegensatz von Kultur und Natur. «Oder um es pointierter zu sagen: Der Gegensatz von Musik auf Weltklasseniveau und dem Muhen der Kühe dem Geruch der Miststöcke oder auch den prächtigen Apfelbäumen rundum.»

Statt einer Laudatio vermittelte Kurt Aeschbacher in Gesprächen mit Andreas Fleck und den Musikern gewohnt gekonnt auch ungewöhnliche Einblick in die Welt der Musik und des Konzertbetriebes.

Bei Fleck ist «immer einiges anders»

«Von klassischen Konzerten haben wir alle recht fixe Vorstellungen. Und was Orchester oder einzelne Musiker bieten, entspricht meist weitgehend diesen Vorstellungen», sagte Verleger Peter Wanner in seiner Rede. «Wenn wir allerdings die Programme und Konzerte des Chaarts von Andreas Fleck anschauen, dann ist immer einiges anders.»

Erfolg habe Andreas Fleck aber nicht nur, weil wir Vertrauen in seine Arbeit hätten, sondern weil auch er seinen Mitspielern und ihren Fähigkeiten vertraue. Nur so könne er sie - und sie ihn - zu höchster Leistung antreiben.

Der Preisträger agiere bei Chaarts als Mitspieler, Coach und Spielertrainer, sagte Wanner weiter. «Doch es ist nicht der FC Boswil aus der Regionalliga, sondern eine nationale und internationale Extraliga.»