Die Filiale Zofingen des Bundesamtes für Strassen (Astra) hat das Bauprojekt für die 9,3 Kilometer lange Strecke Ende Januar ausgeschrieben. Heute Montag, 7. März, läuft die Frist für die Eingaben ab. Gemäss Terminplan beginnen die Vorarbeiten im Herbst, vorerst noch ohne grosse Einschränkungen für den Verkehr.

Zu den vorgängig nötigen Bauten gehören Abbruch und Neubau der Autobahnüberführung Härkingen-Gunzgen für die Kantonsstrasse. Die Verlegung von Flurwegen, der Installationsplatz bei der Raststätte Gunzgen Süd sowie Notzufahrten und Werkleitungen «können weitgehend ausserhalb der Autobahn durchgeführt werden». Für die Hauptarbeiten sieht das Astra Zofingen diesen Terminplan vor: Öffentliche Beschaffung im Mai 2011, Start der Arbeiten im Frühjahr 2012, Eröffnung mit den sechs Fahrstreifen im Herbst des Jahres 2013.

230 Millionen Franken

Die Dringlichkeit ist seit Jahren unbestritten, aber Einsprachen haben das Projekt immer wieder verzögert. Wegen des ihrer Meinung nach ungenügenden Lärmschutzes haben die Gemeinden Boningen, Gunzgen und Härkingen den Streitfall vors Bundesgericht gezogen. Der Entscheid ist offen, aber die Lausanner Richter haben keine aufschiebende Wirkung gewährt. Die starken Verzögerungen drücken den Preis massiv in die Höhe: Von einst 128 Millionen Franken stieg der Baupreis im letzten Herbst auf über 170 Millionen Franken. Jetzt hat das Astra Zofingen «die Gesamtkosten auf zirka 230 Millionen Franken veranschlagt».

Das Trassee ist in einem jämmerlichen Zustand und längst sanierungsbedürftig. Der gesamte Oberbau muss laut Ausschreibung «auf weiten Teilen ersetzt werden». Wegen der Verbreiterung der Fahrbahnen müssen die Lärmschutzwände zurückversetzt, oft auch erhöht und verlängert werden. Im Aargau sind vom 6-Spur-Ausbau die Gemeinden Aarburg und Rothrist tangiert, in Solothurn Härkingen, Gunzgen, Boningen, Kappel und Olten.