Aufgalopp zum Fahrwanger Schulentscheid

Vier Tage vor der Referendumsabstimmung geht es an der Gmeind bereits um die regionale Oberstufe(Sek/Real).

Anja Suter
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Am 29. November entscheiden die Fahrwangerinnen und Fahrwanger an der Urne, ob sie den Projektierungskredit von 360000 Franken für die Schulhauserweiterung bewilligen möchten. An der Gemeindeversammlung am 24. November geht es derweil bereits um die Auflösung des Gemeindeverbandes Oberstufenschule Oberes Seetal und die Genehmigung des neuen Schulvertrages.

Im August 2022 verliert Fahrwangen seine Bezirksschule an Seengen. Ein Jahr später möchten die Gemeinden Meisterschwanden, Sarmenstorf, Fahrwangen und Bettwil die übrigen Oberstufenklassen (Sekundar- und Realschule) in Fahrwangen konzentrieren. Dafür braucht es neben Bauten (Urnenabstimmung) auch organisatorische Änderungen (Gemeindeversammlung). «Da dann die gesamte Oberstufe an einem Ort zentralisiert ist, können der bisherige Gemeindeverband aufgelöst und die Organisation in einen Vertrag überführt werden», heisst es im Gmeindsbüechli.

Fahrwangen stellt die Infrastruktur

Der neue Vertrag beinhaltet unter anderem, dass Fahrwangen die Lehrkräfte für die von ihr geführten Abteilungen anstellt und die benötigten Anlagen und Einrichtungen zur Verfügung stellt. Für deren Errichtung und Unterhalt ist die Gemeinde Fahrwangen allein zuständig. Im Gegenzug erhält Fahrwangen von den Vertragsparteien pro Schülerin und Schüler jährlich ein Schulgeld.

Der Vertrag soll nach Gutheissung durch die Einwohnergemeinden voraussichtlich auf Beginn des Schuljahres 2023/2024 in Kraft treten.

Ebenfalls auf der Traktandenliste steht die Sanierung der Mehrzweckhalle. Dies bereits zum zweiten Mal: Schon an der Gemeindeversammlung vom 3. September beantragte der Gemeinderat die Sanierung für rund 426000 Franken. «In der Diskussion der Versammlung wurde der Antrag gestellt, es sei anstelle des zu sanierenden Flachdachs ein Satteldach zu prüfen», schreibt der Gemeinderat.

Bei einem solchen Dach solle die Errichtung einer Fotovoltaik-Anlage möglich sein. Aufgrund der statischen Beurteilung des Gebäudes sei aus Kosten- und Rentabilitätsüberlegungen auf die Ausführungen einer solchen Anlage verzichtet worden, heisst es jetzt im Gmeindsbüechli. Da der entsprechende Antrag jedoch mit einer knappen Mehrheit angenommen wurde, zog der Gemeinderat seinen Antrag zurück, um eine alternative Dachsanierung zu evaluieren.

Gemeinderat will bisherige Variante

Eine Satteldachvariante wäre massiv teurer. Deshalb sei die Satteldachvariante aus Kostenüberlegungen nicht weiterverfolgt worden. Als Alternative schlägt der Gemeinderat eine Pultdachvariante vor. Dies würde die Gemeinde 362000 Franken kosten, zusammen mit den restlichen Posten würden sich die Kosten auf 666000 Franken belaufen. Die Pultdachvariante mit Fotovoltaik-Anlage würde somit 240000 Franken mehr kosten als die Sanierung des ­bestehenden Flachdaches ohne Fotovoltaik-Anlage. Gemäss dem Gemeinderat wäre die Fotovoltaik-Anlage erst nach ­zirka 15 bis 16 Jahren amor­tisiert.

Der Strom liesse sich aus heutiger gesetzgeberischer Sicht zudem nur für die Mehrzweckhalle und den neuen Kindergarten verwenden. «Aus Kostengründen hält der Gemeinderat an der bisherigen Variante fest. Bei Bedarf kann die Fotovoltaik-Anlage zu einem späteren Zeitpunkt auch auf einem anderen Dach der Schulanlagen realisiert werden», schreibt der Gemeinderat und beantragt wieder einen Verpflichtungskredit von 426000 Franken.

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