Grosser Rat

Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg werden nicht sofort abgeschaltet

Das AKW in Beznau (Archiv)

Das AKW in Beznau (Archiv)

Der Antrag von Martin Christen (SP), blieb im Grossen Rat ohne Chance. Er forderte die sofortige und definitive Ausserbetriebnahme der Atomkraftwerke Beznau 1 und 2 sowie Mühleberg. Der Antrag mit 33 Ja zu 92 Nein abgelehnt.

Die bürgerlichen Parteien, Grünliberale und EVP sprachen sich gegen die Forderung aus. Für die sofortige Abschaltung der drei AKW stimmten SP und Grüne.

Der Aargau solle Energieministerin Doris Leuthard mit der Forderung für die Ausserbetriebnahmen ein "positives Zeichen" senden, sagte SP-Grossrat Martin Christen, der den Vorstoss eingereichte hatte. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Parlamentarier. Diese sollten sich nicht auf Experten verlassen.

Ein sofortiges Abschalten sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht verantwortbar, betonten SVP, FDP und CVP. Man brauche die Kernenergie, so lange es keine Alternativen für eine weitgehend CO2-freie Stromproduktion gebe. Es gelte, einen "kühlen Kopf zu bewahren" und keine voreiligen Entscheide zu treffen.

Bereits im März hatte das Parlament des AKW-Standortkantons beschlossen, ungeachtet der Nuklearkatastrophe in Japan an der Atomenergie festzuhalten. Der Grosse Rat wies die Forderung von SP und Grünen für eine Standesinitiative zum AKW-Ausstieg deutlich ab. (sda/hlu)

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