In den letzten Tagen bildeten sich in der Innerschweiz und im Appenzellerland zwei Gewitterzellen, welche grossen Schaden anrichteten. Trotzdem sagt Peter Wick, dass die Gewitter dieses Jahr nicht häufiger als in anderen Jahren auftreten. «Es gibt immer Phasen mit mehr Gewittern und weniger Gewittern. Vielmehr ist es die Wetterlage, welche momentan für die Unwetter sorgt.»

Südwestlage begünstigt Gewitter

Momentan liegt die Schweiz unter einen Südwesteinfluss. Dieser bringt einerseits Feuchte und andererseits Hitze in die Schweiz. «Beides sind hervorragende Zutaten für Gewitter», so Wick. Diese Kombination beeinflusst auch die Intensität der Unwetter. «Eine Eigenschaft ist, dass die Gewitter sehr lokal sind. Punktuell geht also viel Niederschlag runter», fasst Wick zusammen.

Auch az-Region betroffen

Auch wenn Gewitter, welche aus der Südwestlage heraus entstehen, eher den Voralpen entlang ziehen, ist die az-Region keineswegs nicht unwettergefährdet. «Im Mittelland fehlt die Hebung, welche die Gewitter auslösen lässt. Gewitter können aber trotzdem durchs Mittelland ziehen, sie sind einfach schneller unterwegs», erklärt Peter Wick. Der Jura könne aber eine ähnliche Hebelwirkung entfalten wie die Alpen es tun.

Heute und Morgen könnte es ungemütlich werden

Ab heute Abend komme Feuchtigkeit von Frankreich her in die Schweiz. Dies werde in der ersten Nachthälfte zu Gewittern in der Westschweiz und im westlichen Mittelland führen. «In der zweiten Nachthälfte könnten diese Gewitter auch durchs ganze Mittelland ziehen», sagt Wick.

Im Verlaufe des Mittwochs nimmt das Gewitterrisiko noch mehr zu. «Kaltluft mischt die labile Luft noch mehr auf. Wir rechnen in den Voralpen erneut mit 40 bis 60 Litern Regen pro Quadratmeter. Je nach Zeitspanne, in der der Niederschlag fallen wird, kann das wiederum zu Überschwemmungen führen», so Wick. «Der Mittwoch hat definitiv Unwetterpotential!»