Fussball
Aargauischer Fussballverband sperrt Reinacher Problem-Klub

Der Aargauische Fussballverband hat genug von Beleidigungen, Schlägereien und Drohungen. Gegen den Verein KF Besa Reinach, der in Vergangenheit immer wieder negativ aufgefallen war, ist eine Untersuchung eingeleitet worden.

Oliver Baumann
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Keystone

Die Wettspiel-, Kontroll- und Strafkommission des Aargauischen Fussballverbands (AFV) hat am Dienstagabend eine Untersuchung «über die Gesamtsituation» beim Fussballclub KF Besa Reinach angeordnet. Dies aufgrund «der gehäuften, gravierenden Vorkommnisse» rund um den Verein, wie der AFV in einer Mitteilung schreibt, die am Mittwochmorgen publiziert wurde.

KF Besa Reinach ist zuletzt am vergangenen Wochenende in die Schlagzeilen geraten, weil ein Besa-Spieler während der 3.-Liga-Partie gegen den FC Beinwil am See den Schiedsrichter tätlich angegriffen und ihn sogar mit dem Tod bedroht haben soll.

Nur zwei Wochen zuvor kam es beim Spiel zwischen den A-Junioren von KF Besa Reinach und dem FC Suhr zu einer Massenschlägerei, bei der Spieler und Zuschauer aufeinander losgegangen waren.

«Fakten auf den Tisch legen»

Wie lange die Untersuchung gegen den Reinacher Problem-Klub dauern wird, konnte AFV-Geschäftführer Hans Jörg Ryter am Mittwoch noch nicht genau abschätzen. «Wir hoffen, dass der Fall bis Ende Jahr abgeschlossen ist», sagte Ryter auf Anfrage von az.

Auch zu den möglichen Sanktionen, die KF Besa Reinach drohen könnten, wollte sich Ryter nicht äussern. «Wir müssen dem Verein fairerweise die Chance einräumen, die Fakten auf den Tisch zu legen», sagte er.

Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, will der AFV keine Spiele mit Beteiligung von Mannschaften von KF Besa Reinach mehr austragen. Betroffen ist davon vorab das Besa-A-Junioren Heimspiel gegen den FC Windisch vom kommenden Sonntag. Die Partie wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Allerdings: Bereits am Wochenende mussten die A-Junioren von KF Besa Reinach in der Partie gegen Team Aargau Mitte forfait geben. Besa habe zu wenig Spieler aufbieten können, heisst es aus dem Umfeld des Team Aargau Mitte.