Pensionskasse

Aargauische Pensionskasse erzielt Rendite von 2,8 Prozent

Aargauer Pensionskasse APK

Aargauer Pensionskasse APK

Die Aargauische Pensionskasse (APK) hat 2010 eine Rendite von 2,78 Prozent erzielt. Der Deckungsgrad der Pensionskasse, bei der vor allem Staatsangestellte und Lehrpersonen versichert sind, sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 98,9 Prozent.

Die Performance entspreche nicht dem, was die Kasse langfristig brauche, sagte Martin Sacher, Präsident der Vorstandes der APK, am Montag vor den Medien in Aarau. Um den Deckungsgrad stabil zu halten und allen Verpflichtungen nachkommen zu können, sei eine Performance von 4 bis 4,5 Prozent notwendig.

Der Deckungsgrad sank 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 98,9 Prozent. Die APK weist Verpflichtungen von 8,121 Milliarden Franken aus. Mit dem derzeitigen Deckungsgrad könnte die Pensionskasse diese bis auf 92,2 Millionen Franken erfüllen.

Das vergangene Jahr sei für die Anlage sehr anspruchsvoll gewesen, hiess an der Medienkonferenz weiter. Die Performance von 2,78 Prozent sei ein mit anderen Pensionskassen «vergleichbares Ergebnis». Die Performance über 10 Jahre beträgt 2,3 Prozent.

184 Arbeitgeber bei APK

Die APK hat rund die Hälfte des Vermögens in Aktien und Obligationen angelegt. Während die inländischen Immobilienanlagen und -fonds zum Beispiel eine Rendite von 16,6 Prozent brachten, führten die Obligationen in Fremdwährungen zu einem Minus vom 7,5 Prozent. Die APK passte ihre Anlagestrategie bereits an.

Bei der APK sind vor allem die Aargauer Staatsangestellten und Lehrpersonen versichert. 184 Arbeitgeber, darunter auch viele Gemeinden und Gemeindebetriebe, sind der Pensionskasse angeschlossen. 27'338 Personen sind versichert, hinzu kommen 8306 Rentnerinnen und Rentner.

Rechtsstreit noch offen

Ungeklärt ist der Rechtsstreit über die Austritte von APK- Arbeitgebern im Jahr 2007. Damals hatten unter anderem Zofingen, Würenlos und Spreitenbach der Pensionskasse den Rücken gekehrt, weil sie die Ausfinanzierung der APK nicht mittragen wollten.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes stehe noch immer aus, sagte APK-Geschäftsführerin Susanne Jäger. Umstritten sei auch die Höhe der Nachschusspflicht der ausgetretenen Arbeitgeber.

Es habe keine einvernehmliche Lösung gefunden werden können. Deshalb habe die APK für einen Musterprozess beim Versicherungsgericht Aargau eine Klage gegen einen ausgetretenen Arbeitgeber eingereicht.

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