Aargauische Gebäudeversicherung
10'000 Franken: Judo Club Bad Zurzach gewinnt Sportförderungspreis

Gesucht wurden Schulen, Klassen, Vereine oder Clubs, die sich auch während der Corona-Pandemie weiterhin für Bewegung für Jugendliche und Kinder eingesetzt haben und weiterhin einsetzen. Die Aargauische Gebäudeversicherung kürte den Judo Club Bad Zurzach zum Gewinner des zum zweiten Mal verliehenen Sportförderungspreis.

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Während der Coronapandemie waren die Schulen eine Zeit lang geschlossen, Sportclubs und -vereine ebenfalls. Für Kinder und Jugendliche fielen damit viele sonst alltägliche Möglichkeiten zur Bewegung weg, obwohl der Schulstoff trotzdem bewältigt werden musste. Die Aargauische Gebäudeversicherung hat zusammen mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau deshalb Projekte gesucht, die trotz den schwierigen Bedingungen auf die Beine gestellt wurden und so zum Ausgleich der Jugendlichen und Kinder beigetragen haben.

Am Freitag kürte die AGV nun den Judo Club Bad Zurzach unter neun Projekten zum Sieger des zum zweiten Mal verliehenen Preises. Dessen Projekt beschreibt die AGV in ihrer Mitteilung folgendermassen:

«Die Trainings des Judo Clubs waren coronabedingt unterbrochen. Die Verantwortlichen wollten die Schliessung jedoch nicht einfach hinnehmen. Mit den JCBZ Challenges hat sich der Judo Club Bad Zurzach einer Tugend des Judos gewidmet: «Verantwortung übernehmen – für mich und mein Umfeld». In den Challenges wurden alle Aspekte des menschlichen Körpers und Geistes gefördert und gefordert.

Es wurden Gruppen gebildet und für jede Woche formulierte das OK neue Aufgaben. Am Ende der Woche rapportierte die Gruppe, wer welche Aufgaben erfüllt hat, und das OK übernahm die Punkteverteilung. Die Teilnehmenden sammelten einzeln Punkte, jedoch gab es auch Familien-Challenges, um die ganze Familie zu aktivieren. Das Projekt wurde erst beendet, als draussen die Trainings wiederaufgenommen werden konnten. Weil die Challenges so gut angekommen sind, werden sie ein einem Folgeprojekt Judo + weitergeführt. Das Projekt hat die Jury überzeugt: Das OK hat sehr engagiert die Challenges ausgearbeitet und die Punkteauswertung gehandhabt und es wurden nicht nur an die Clubmitglieder gedacht, sondern auch an deren Familienmitglieder. Das Projekt hat somit auch einen wesentlichen Beitrag für die psychische Gesundheit beigetragen.»

Im kleinen aber feierlichen Rahmen sei der Preis verliehen worden. Damit kamen für den Judo-Club Bad Zurzach auf dem ersten Platz eine Prämie von 10'000 Franken. Auch das zweit- und drittplatzierte Projekt gingen mit 3000 respektive 1500 Franken nicht leer aus. Wer nicht auf dem Podest stand, erhielt einen Trostpreis, schreibt die AGV. Alle anwesenden Wettbewerbsteilnehmenden erhielten ein Kartenspiel.

Die Jury bestand aus Denise Widmer, Verwaltungsrätin der AGV und Gesamtleiterin des Kinderheimes Elisabeth in Olten, Christan Koch, Sportbeauftragter und Leiter der Sektion Sport (BKS), Brigitta Luisa Merki, Kuratorin von tanz&kunst königsfelden, Ueli Haller, Gemeindepräsident von Meisterschwanden sowie Michael Mülli, ehemaliger Redaktor der AZ-Medien.

Diese zwei Projekte standen ebenfalls auf dem Podest:

2. Platz: Glückszeit, Jazztanzgruppe der Musikschule Bremgarten

In der Musikschule Bremgarten können Kinder eine Jazztanzgruppe bei Frau Christine Hell besuchen. Sie studierten verschiedene Tänze gemeinsam ein und führten die in «normalen» Zeiten im Rahmen von Elternaufführungen einem breiten Publikum vor. Wegen Corona musste eine alternative Vorführungs-form und Bühne gesucht werden. Eine coronakonforme Lösung war bald gefunden – im Freien auftreten. Und weil viele Seniorinnen und Senioren ihre Zimmer im Altersheim nicht verlassen durften, war auch bald klar, wo im Freien die Aufführung stattfinden sollten. Die Schülerinnen und Schüler waren draussen motiviert den Seniorinnen und Senioren und auch dem Pflegepersonal drinnen eine Freude zu bereiten. Die Jury begrüsst das Engagement der Lehrperson und findet es schön, dass bei diesem Projekt die Welt offline erlebt worden ist und somit die gegenseitige Freude auch spürbar war.

3. Platz: Virtuelles Trainingslager FC Rheinfelden «Frauen und Juniorinnen»

2020 war für das aktive Frauen Team des FC Rheinfelden ein Trainingslager in Barcelona vorgesehen. Aber Corona macht zuerst das Ausland-Vorhaben zunichte und später auch noch das gemeinsame Trainingslager vor Ort. Deshalb wurde das Trainingslager in den virtuellen Raum verlagert. Der Fokus lag auf Spass und virtuellen sozialen Kontakten unter den Mitgliedern. Das Trainingslager war für 5 Tage geplant, somit gab es für das virtuelle Training fünf Bereiche: Koordination, Kraft und Kondition, technische, taktische Elemente und mentale Stärke. Die Teilnehmerinnen nahmen sich bei den Challenges mit Video und Fotos auf. Der Teamgeist wurde durch dieses spezielle gemeinsame Erlebnis gestärkt wer-den und Elemente der Challenges während dem virtuellen Trainingslager haben ihren Weg ins physische Training gefunden und sogar ins Privatleben. Die Jury war auch bei diesem Projekt beeindruckt davon, dass sich die Verantwortlichen der neuen Situation gestellt haben und so ein etwas anderes und dennoch tolles Trainingslager auf die Beine gestellt haben. Bei einer erneuten Krise, könnten die Teilnehmerinnen auf dieses erworbene Wissen zurückgreifen.

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