Gastronomie
Aargauer Wirte mehrheitlich gegen Zertifikatspflicht

Eine Umfrage von Gastro Aargau zeigt: Nur rund zehn Prozent der Teilnehmer sind für die Einführung einer Zertifikatspflicht.

Fabian Hägler
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Wird die Zertifikatskontrolle bald in allen Restaurants obligatorisch?

Wird die Zertifikatskontrolle bald in allen Restaurants obligatorisch?

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Heute Mittwoch entscheidet der Bundesrat über die Ausweitung der Zertifikatspflicht, nach letzten Informationen dürfte diese ab dem kommenden Montag gelten. Schon vor einer Woche hatte Dano Dreyer, der Besitzer der Henry’s Sports Bar in Baden, das Zertifikat am Wochenende für obligatorisch erklärt (die AZ berichtete).

In den letzten Tagen hatten auch Wirte in anderen Städten, wie Zürich und Basel, freiwillig die Zertifikatspflicht eingeführt. «Wer wirtschaftlich denkt, tut alles, um einen erneuten Lockdown zu verhindern», sagte der Zürcher Gastronom Michel Péclard in der AZ von gestern Dienstag. Das Restaurant L’Ambasciatore in Basel teilte mit, man führe die Zertifikatspflicht schon diese Woche ein und wolle nicht länger auf den Bundesrat warten.

Nur rund 30 von 300 Wirten im Aargau für Zertifikat

Eine deutliche Mehrheit der Aargauer Wirte ist aber offenbar gegen eine Zertifikatspflicht in Restaurants, wieder Regionalsender Tele M1 berichtet. Bei einer Umfrage mit rund 300 Teilnehmern hätten sich nur gerade elf Prozent positiv zu den Plänen des Bundesrats geäussert, die nach diversen Medienberichten heute Mittwoch beschlossen werden sollen.

Die Aargauer Regierung hatte sich in einer Stellungnahme für eine Ausweitung der Zertifikatspflicht ausgesprochen, Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati hatte vor einem Monat gesagt, das Zertifikat könnte den Wirten gar helfen. Im letzten Jahr hätten viele Gäste keine Restaurants mehr besucht – aus Angst, sich dort anzustecken. Mit dem Zertifikat gebe es in der aktuellen Situation eine Lösung für dieses Problem.

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