Sprayer

Aargauer Sprayer in der Schweiz verhaftet

Der Aargauer Sprayer von Singapur war auch in der Schweiz aktiv (Symbolbild)

Der Aargauer Sprayer von Singapur war auch in der Schweiz aktiv (Symbolbild)

Die Zuger Staatsanwaltschaft hat am Flughafen Zürich den Aargauer Sprayer nach der Rückkehr aus Singapur verhaften lassen. Der Mann soll auch in der Schweiz für Sprayer-Schäden verantwortlich sein.

Der 33-jährige Schweizer wird verdächtigt, seit 2002 in verschiedenen Kantonen Zugwaggons besprüht zu haben, wie ein Sprecher der Zuger Polizei sagte. Die meisten dieser Delikte hat er auf Zuger Kantonsgebiet verübt.

Sprayereien in mehreren Kantonen

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat eine Untersuchung eröffnet und den Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Die anderen Delikte habe der Mann in den Kantonen Zürich, Aargau, St. Gallen und Schwyz verübt, sagte der Sprecher weiter.

Erst am Montag war der Sprayer aus dem Changi-Gefängnis in Singapur aus der Haft entlassen worden, wie die dortige Schweizer Botschaft mitteilte. Darauf bestieg er umgehend ein Flugzeug in Richtung Schweiz. Hinter ihm lagen einige Monate Haft. Zudem war er zu drei Stockschlägen verurteilt worden.

In Singapur U-Bahn besprüht

Der Schweizer, der als IT-Berater in Singapur arbeitete, war am 16. Mai mit einem Briten in ein U-Bahn-Depot eingedrungen und hatte dort einen Wagen mit Graffiti besprüht. Als der Schaden entdeckt wurde, schlugen die auf ihr sauberes Image sehr bedachten Singapurer Behörden mit der vollen Härte des Gesetzes zu.

In erster Instanz wurde der 32-Jährige wegen Einbruchs in ein U- Bahn-Depot zu zwei Monaten und wegen Vandalismus zu drei Monaten Haft sowie zu drei Stockschlägen verurteilt. Dagegen legte er Berufung ein.

In zweiter Instanz wurde der Schweizer jedoch noch härter bestraft: Der Berufungsrichter verdoppelte die Strafe wegen Einbruchs. Damit erhielt der Verurteilte sieben Monate Haft aufgebrummt. Zudem erhielt er drei Stockschläge, wie es bereits im ersten Urteil vorgesehen war. Der Komplize des Schweizers war vor der Festnahme aus Singapur abgereist. (sda)

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