Kehrrichtberge
Aargauer produzieren etwas weniger Abfall

Im Kanton Aargau hat jede Person 2009 408 Kilogramm Kehricht produziert. Das sind zwar 7 Kilogramm weniger als im Jahr zu vor. Trotzdem ist die Gesamtmenge Abfall im Kanton gestiegen - auf insgesamt 247471 Tonnen.

Merken
Drucken
Teilen
Abfall-Sammelstelle

Abfall-Sammelstelle

Aargauer Zeitung

Grund für die Zunahme: Es leben immer mehr Menschen im Aargau. Deshalb stieg die Gesamtmenge an Siedlungsabfall. Zum Siedlungsabfall gehören neben dem alltäglichen «Güsel» auch Sperr- und Grüngut sowie Altapier, Karton, Glas und Metalle. Nicht mitgerechnet sind dagegen PET-Flaschen, Elektroschrott und Batterien.

Weniger Altpapier

Die 229 Gemeinden sammelten 2009 insgesamt 247'471 Tonnen Siedlungsabfälle ein. Das geht aus der am Montag im Internet veröffentlichten Abfallstatistik des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hervor. Die gesamte Menge hat im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent zugenommen.

Einen Rückgang verzeichneten die Gemeinden bei der gesammelten Altpapier-Menge. Sie ging um 6 Prozent auf 44'729 Tonnen zurück. Das entspricht 74 Kilogramm pro Kopf. Als Grund für diese Entwicklung nennt das BVU die abgeschwächte Wirtschaftslage. Offenbar seien weniger Drucksachen produziert worden. Ausserdem wurden die Zeitungen aufgrund der Inserateflaute deutlich dünner.

Mehr Grünabfälle

Erneut einen Anstieg gab es bei den Grünabfällen. Die Gesamtmenge aus den Haushalten stieg um 4,5 Prozent auf 70'785 Tonnen. Das sind pro Einwohnerin oder Einwohner 117 Kilogramm. Die 31 Kompostier- und Vergärungsanlagen im Aargau verarbeiteten insgesamt 96'500 Tonnen Grünabfälle. Dies entspricht einer Zunahme von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die drei Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) in Buchs, Turgi und Oftringen waren 2009 erneut vollständig ausgelastet. 29 Prozent des verfeuerten Abfall stammte aus den Gemeindeabfuhren im Aargau, 48 Prozent aus Industrie und Gewerbe.

Aus der Innerschweiz wurden 13 Prozent und 10 Prozent des verarbeiteten Abfalls aus dem deutschen Landkreis Waldshut angekarrt. Als Gegengeschäft zum Müll aus Deutschland lieferten die KVA Buchs und Turgi knapp 11'000 Tonnen Schlacke zur Entsorgung zurück ins Nachbarland. Insgesamt 50'482 Tonnen Schlacken aus allen drei KVA wurden in der Schweiz deponiert. (rsn)