Synode
Aargauer Katholiken unter neuer Leitung

Die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau wählte in Laufenburg-Sulz ihre neue Führung. Die Wahl ging deutlich zugunsten von Bernadette Bernasconi aus Moosleerau aus. Der Landeskirche stehen grössere finanzielle Ausgaben bevor.

Hans Lüthi
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Synodepräsidentin Bernadette Bernasconi-Huser: Hoffnungsvoll.

Synodepräsidentin Bernadette Bernasconi-Huser: Hoffnungsvoll.

In Laufenburg-Sulz hat die Katholische Synode am Wohnort von Präsident Peter Neuhaus wichtige Weichen gestellt: Die 52-jährige Bernadette Bernasconi aus Moosleerau wird mit 118 von 120 gültigen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die vierfache Mutter bedankt sich «für das Vertrauen und für die Arbeit der vielen Personen im Kirchenrat und an der Basis». Der mit 117 Stimmen gewählte Vizepräsident Marcel Baumgartner aus Kirchdorf verspricht viel Unterstützung.

Um viel Geld ging es bei den Sachgeschäften. Das zeigten die Kredite für die Propstei Wislikofen, das Kloster Fahr, die ökumenische Fachstelle, Caritas Aargau und für das Budget 2013.

Saal für die Propstei Wislikofen

Beim Ausbau der Propstei Wislikofen kommt es jetzt doch zu einer glücklichen Wende. Vor zwei Jahren beschloss die Römisch-Katholische Synode den Planungskredit, letztes Jahr wurde das Projekt wegen zu hoher Kosten (drei Millionen Franken) abgebrochen. Die grosse Nachfrage ruft aber nach einem zusätzlichen Saal für 20 bis 40 Personen. Ein Antrag zur Rückweisung wurde dank einer überzeugenden Präsentation nicht gestellt.

Nach vielen Erläuterungen zum Bau sagte eine überwältigende Mehrheit bei einer Gegenstimme Ja zum Kredit von 1,4 Millionen Franken. Weil der Rost an den fast 40-jährigen Wasserleitungen der Propstei Wislikofen frisst, bewilligten die Synodalen 413500 Franken für die Sanierung. Ersetzt werden nur die sichtbaren Leitungen, die übrigen mit Kunststoff von innen beschichtet. Das könne zu üblem Geruch führen, warnte ein Redner.

Neuer Kirchturm im Kloster Fahr

Bauliche Erneuerungen stehen auch im Kloster Fahr an, dem einzigen Frauenkloster im Aargau neben Hermetschwil. Der Kirchenrat unter Präsident Luc Humbel stellte Antrag auf 300000 Franken für die Sanierung des Kirchturms. Dabei gehe es um ein maximales Kostendach, die Abrechnung könne tiefer ausfallen. Aber die Synode zeigte sich sehr grosszügig: Ein Antrag aus der Mitte wurde mit 68 zu 46 Stimmen gutgeheissen, 300000 Franken seien als Fixbetrage beizusteuern, auch wenn der Kirchturm weniger kosten sollte.

Die Mehrheit bewilligte ein Kostendach von 120000 Franken, um die Fachstelle «Religion, Technik, Wirtschaft» am Campus Brugg-Windisch ab Herbst 2013 in eine feste ökumenische Stelle umwandeln zu können. Die Leistungsvereinbarung mit der Caritas Aargau ist nichts Neues, aber die Synode durfte erstmals darüber abstimmen. Prompt gab es schon im Vorfeld einen kleinen Wirbel, der sich aber laut Luc Humbel nach Gesprächen gelegt habe.

Budget mit kleinem Defizit

Bei einem Volumen von 16,3 Millionen Franken schliesst das genehmigte Budget 2013 mit einem Defizit von rund 417000 Franken ab. Die Lohnsumme wird um 1 Prozent erhöht, je zur Hälfte für individuelle und generelle Anpassungen. Erhöht wird die Kompetenz der Synode, um für alle Kirchgemeinden ein einheitliches Personalreglement einführen zu können. Weitere Themen waren der Ökofonds und Pastoralfragen.

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