Überschwemmungen

Aargauer Hochwasser-Gefahrenkarte wird bis im Sommer fertig sein

Rote Flächen auf der Gefahrenkarte bedeuten eine erhebliche Gefährdung.

Rote Flächen auf der Gefahrenkarte bedeuten eine erhebliche Gefährdung.

Mit wie hohen Wasserständen muss bei einem Hochwasser gerechnet werden? Der Kanton erstellt derzeit eine Gefahrenkarte für den ganzen Aargau. Diese zeigt, wo mit hohen Wasserschäden gerechnet werden muss und wo zusätzliche Massnahmen nötig sind.

Mit der Aargauer Gefahrenkarte sollen Schäden reduziert werden können. Dafür braucht es jedoch das Wissen um die Gefährdung von Überflutungen. Gemeinden und Hausbesitzer haben dafür ein neues Instrument zur Hand. Gestützt auf vorhandene Ereignisse, und ergänzt mit Erahrungen aus den Gemeinden wurden die Schwachstellen im Kanton eruiert. Teilweise wurden auch Computersimulationen durchgeführt.

Wenige Gemeinden fehlen noch

Die Gefahrenkarte der Kantons ist fast fertig, bestätigt Martin Tschannen. Der Projektleiter Gefahrenkarte Hochwasser beim Kanton Aargau erklärt, dass nur noch die Gemeinden zwischen Aarau und Brugg fehlen. Derzeit sei man am Bereinigen der Entwürfe. Tschannen ist zuversichtlich, dass die Karte bis im Sommer fertigestellt werden kann.

Schon jetzt kann auf dem kantonalen Geoportal die Gefährdung von vielen Gebieten im Kanton nachgeschlagen werden. Rote Flächen bedeuten eine erhebliche Gefährdung. Diese Gebiete müssen mit Überflutungstiefen von mehr als zwei Metern rechnen. Blaue Flächen bezeichnen eine mittlere Gefährdung, gelbe Flächen bedeuten eine geringe Gefährdung.

Hochwassersichere Neubauten

Eine Schutzdefizitkarte zeigt, in welchen Gebieten Handlungsbedarf besteht. Neu- und Umbauten in bereits erschlossenen Bauzonen mit Schutzdefizit müssen hochwassersicher gebaut werden. Bei solchen Projekten muss mit den Baugesuchsunterlagen auch ein Hochwasserschutznachweis eingereicht werden.

Auch Hauszugänge, Fensteröffnungen, Tiefgaragen und Lichtschächte müssen ausreichend erhöht oder wasserdicht gemacht werden. (dno)

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