Trockenheit

Aargauer Gewässer führen erneut zu wenig Wasser

Manche kleinere Bäche sind bereits ausgetrocknet.. Zvg/Franz Schweizer

Manche kleinere Bäche sind bereits ausgetrocknet.. Zvg/Franz Schweizer

Trotz einzelner Niederschläge sind die Pegelstände der Aargauer Gewässer im ganzen Kanton prekär gesunken. Fällt der Wasserstand im Hallwilersee weiter ab, muss der Betrieb der Kleinkraftwerke am Aabach eingestellt werden.

Die kurzen Regengüsse der letzten Wochen waren nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Trockenheit hält länger an und hinterlässt seine Spuren. Die Situation für die Natur ist weiter prekär. Nach wie vor ist die Wasserentnahme aus einzelnen kleinen Bächen im Kanton untersagt.

Nun könnte das Verbot bald auch für die grösseren Gewässer wie beispielsweise die Wyna, Uerke oder Bünz gelten. «Ohne nennenswerte Niederschläge in den nächsten Tagen müssen Wasserentnahmen auch aus grösseren Bächen verboten werden», teilt die Abteilung Landschaft und Gewässer des Departements Bau, Verkehr und Umwelt mit.

Die Abflussmenge in Aargauer Gewässern nehme aufgrund der anhaltenden Trockenheit laufend ab und die Niederschläge der vergangenen Woche hätten nur kurzfristig Linderung verschafft. Insbesondere im Jura seien einzelne kleinere Bäche ausgetrocknet. Die meisten grösseren Bäche würden weniger Wasser führen als normal. Die Abflussmengen der grossen Flüsse liege noch im Bereich des Mittelwassers.

Kraftwerken droht Schliessung

Besondere Sorge bereitet der Hallwilersee, dessen Pegelstand stetig sinkt. Weil am Aabach unterhalb des Sees verschiedene Kleinkraftwerke betrieben werden, muss der Pegelstand stabil gehalten werden. Das Wehr beim Schloss Hallwyl wird deshalb zurzeit so reguliert, dass die Abflussmenge nicht unter 1 Kubikmeter pro Sekunde fällt.

Sind die Abflussmengen tiefer muss der Betrieb der Kraftwerke eingestellt werden. Dies kann laut Kanton eintreten, wenn nicht bald genug Regen fällt, und der Zufluss aus dem Baldeggersee weiter zurückgeht. (ldu)

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