Kaiseraugst
Aargauer Gesangstalent: «Susan Boyle inspirierte mich»

Die singende Busfahrerin Maya Wirz aus der Sendung «Die grössten Schweizer Talente» sorgt für Aufsehen. Medien vergleichen sie mit der schottischen Sängerin Susan Boyle, die ihre Karriere in den britischen Ausgabe der Show startete.

Maja Sommerhalder
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Die Aargauerin Maya Wirz riss in der TV-Sendung «Die grössten Schweizer Talente» Jury und Publikum von den Sesseln. SF Maya Wirz. SRF/Oscar Alessio Maya Wirz. SRF/Oscar Alessio

Die Aargauerin Maya Wirz riss in der TV-Sendung «Die grössten Schweizer Talente» Jury und Publikum von den Sesseln. SF Maya Wirz. SRF/Oscar Alessio Maya Wirz. SRF/Oscar Alessio

Schweizer Fernsehen

«Das ist unglaublich. Einen solchen Rummel um meine Person hätte ich nicht erwartet», sagt Maya Wirz (49) aus Kaiseraugst. Am Samstagabend hatte sie in der Fernsehsendung «Die grössten Schweizer Talente» ihren grossen Auftritt.

Mit ihrer Opernarie von Giacomo Puccini sorgte sie schweizweit für Aufsehen – Medien bezeichnen sie sogar als die Schweizer Susan Boyle. Die Aargauerin meint zum Vergleich mit der schottischen Sängerin: «Ich bin Maya Wirz. Aber Susan Boyle hat mich inspiriert. Ohne sie hätte ich mich nie bei der Sendung beworben.»

Traumziel Opernsängerin

Maya Wirz wollte schon als kleines Mädchen Opernsängerin werden und absolvierte eine klassische Gesangsausbildung. Doch mit der musikalischen Karriere wollte es niemals so richtig klappen: «Fragen Sie die Agenten. Ich hatte einfach kein Glück.»

So bekam sie nur kleine Engagements, ihre Brötchen musste sie aber als Busfahrerin verdienen. Ein Knochenjob, meint Maya Wirz: «Ich würde die Busschlüssel gerne aus dem Fenster werfen und nur noch singen.» Für die nächsten Fernsehauftritte hofft sie, dass sie die hohen Erwartungen erfüllt: «Ich will dem Publikum mit meinem Gesang etwas geben.»

Aargauer sind talentiert

Neben Maya Wirz überzeugten noch weitere Aargauer am Samstag in der Sendung des Schweizer Fernsehens Jury und Publikum. So auch Dominic Hunziker (25) aus Moosleerau, der als klavierspielender Mundartsänger auftrat. Dass der Architekturstudent auch noch den Titel als Mister Gay trägt, sorgte in der Jury für Diskussionen. «Das verstehe ich nicht. Mein Schwulsein hat doch nichts mit meinem Talent zu tun», sagt Hunziker. Die 36-köpfige Showgruppe des Turnvereins Sulz fand den Fernsehauftritt einfach nur eine gute Erfahrung, wie Oberturner Raphael Wächter (27) sagt: «Die Stimmung war gewaltig.»