Weil sich der kantonale Kataster der belasteten Standorte verzögere, bleibe den Gemeinden mit der geltenden Frist zu wenig Zeit, um die nötigen Unterlagen einreichen zu können, teilte das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Montag mit.

Obwohl der Anreiz für eine rasche Sanierung bestehen bleiben soll, wäre das Festhalten an der Frist von Ende 2012 gegenüber den Gemeinden «unfair», wie das BVU festhält. Daher soll die neue Frist im kantonalen Einführungsgesetz über den Schutz von Umwelt und Gewässer auf Ende 2015 festgesetzt werden.

Seriöse Abklärungen ermöglichen

Ohne diese Verlängerung müssten viele Gemeinden eine Sanierung möglichst rasch und ohne fachliche Beurteilung in Angriff nehmen, damit der Kantonsbeitrag nicht entfallen würde, heisst es in einem Bericht des Regierungsrates.

Zur vorgeschlagenen Frist können sich Parteien und Verbände in der bis zum 14. Februar laufenden Anhörung äussern. Danach entscheidet der Grosse Rat.

Kosten von 2,5 Millionen Franken pro Jahr

Gemäss den geltenden Bestimmungen bezahlt der Kanton den Gemeinden 30 Prozent der Sanierungskosten von Altdeponien. Seit 2008 finanzierte der Kanton 15 Sanierungen; davon waren 13 Kugelfänge bei Schiessanlagen. Pro Jahr überwies der Kanton zwischen 410'000 bis 600'000 Franken.

Im Aufgaben- und Finanzplan 2011 bis 2014 rechnet der Kanton mit Aufwendungen von 2,5 Millionen Franken pro Jahr. Unter dem Strich entstehen dem Kanton Kosten von einer Million Franken, weil der Bund die Sanierungen mitbezahlt. (sda/rsn)