Wirtschaft

Aargauer Firmen rechnen mit einem guten Jahr

Dein Elektro-Spezialfahrzeugen der Firma Klingler aus Unterentfelden zieht einen Armee-Flieger

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Die Aargauer Wirtschaft erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein befriedigendes bis gutes Geschäftsjahr. Nur wenige Branchen sind jedoch durchwegs zuversichtlich, wie eine Umfrage der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) zeigt.

Betriebe im Dienstleistungssektor rechnen mit einem besseren Geschäftsjahr als Unternehmen in der Industrie, wie die AIHK am vor den Medien in Aarau vorstellte. Sie führt dies auf die stärkere Abhängigkeit von Exporten der Industrie zurück.

Eine Ausnahme sei jedoch die Pharmaindustrie, die trotz ihrer Exportorientierung zuversichtlich für 2011 sei. Bei der Umfrage nahmen 40 Prozent der über 1500 AIHK-Mitglieder teil. Die AIHK- Mitglieder beschäftigen insgesamt rund 40 Prozent der Arbeitnehmenden im Aargau.

Geringe Auslastung im Maschinenbau

Den Maschinenbau sieht die AIHK weiterhin in der Erholung von der Rezession, weshalb die Auslastung noch gering sei. Der Maschinenbau rechnet denn auch mit einer leicht geringeren Lohnsumme und somit weniger Arbeitsstellen als im Vorjahr. Ebenso die Druckbranche, die strukturelle Veränderungen zu bewältigen hat.

Die im Maschinenbau tätigen Unternehmen wollen im laufenden Geschäftsjahr auch wenig investieren. Über alle Branchen hinweg soll es im laufenden Jahr mehr Vollzeitstellen geben. Dies besonders in den Bezirken Aarau, Lenzburg und Baden.

Dienstleistungssektor auf Vormarsch

Die Zunahme der Stellen sei vor allem auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen, sagte AIHK-Geschäftsleiter Peter Lüscher. Der Aargau bleibe zwar weiterhin ein von Industrie geprägter Kanton.

Trotzdem wachse der Dienstleistungssektor in jüngster Zeit stärker als die Industrie. Gemessen an Arbeitsplätzen ist der Detailhandel bereits heute die zweitgrösste Branche im Aargau.

Die AIHK erwartet im Geschäftsjahr 2011 eine spürbare Abkühlung der Konjunktur. Grund dafür sind der starke Schweizer Franken sowie eine gedämpfte Nachfrage, die auf eine schleppende Erholung in den USA und die Krise der Staatsfinanzen in der EU zurückzuführen ist. (sda)

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