Lehrermangel
Aargau sucht 343 Lehrer - auch jenseits der Grenzen

Drei Monate vor Beginn des neuen Schuljahres fehlen dem Aargau noch Lehrpersonen für 200 Vollzeitstellen. Die Schulgemeinden haben deshalb 343 Stelleninserate geschaltet - wie in den vergangenen Jahren auch in Deutschland und Österreich.

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343 Stellen sind noch offen

343 Stellen sind noch offen

AZ

Die Anzahl offener Stellen sei etwas tiefer als Anfang Mai vor einem Jahr, teilte das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) mit. Für die Schulgemeinden sei es eine «beträchtliche Herausforderung», geeignete Lehrpersonen zu finden.

Die Erfahrungen mit Lehrpersonen aus dem Ausland seien positiv. Sie würden sich sehr schnell mit der hiesigen Struktur zurechtfinden und die überschaubaren Strukturen schätzen. Ausländische Lehrpersonen könnten sich zu Beginn von einer erfahrenen Lehrperson betreuen lassen.

Zudem sollen im Aargau Quereinsteiger den Lehrermangel mildern. Diese treten nach den Sommerferien ihre zweijährige Ausbildung an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) an.

Ausbildung für Quereinsteiger umstritten

In der Regel beginnen sie nach dem ersten Ausbildungsjahr zu unterrichten. Vereinzelt geben Quereinsteiger jedoch bereits nach einem dreiwöchigen Einführungskurs bei einem Pensum von maximal zu 50 Prozent Unterricht.

Diese Ausbildung für Quereinsteiger der Kantone Aargau, Solothurn und der beiden Basel ist umstritten. Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) kritisierte, dass die Absolventen bloss über kantonale Diplome verfügen werden. Diese sind von der EDK nicht anerkannt. (sda)