Neuausrichtung
Aargau spannt im Standortmarketing mit der Region Basel zusammen

Nach dem endgültigen Austritt aus der Greater Zurich Area will der Kanton Aargau das internationale Standortmarketing neu ausrichten. Der Regierungsrat setzt dafür auf den Schweizer Aussenwirtschaftsförderer OSEC und den Verein BaselArea.

Drucken
Mehr Marketing und Kommunikation:

Mehr Marketing und Kommunikation:

Keystone

Der Regierungsrat beantragt dafür beim Grossen Rat einen Rahmenkredit von 2,4 Millionen Franken für die Jahre 2012-2015, wie die Staatskanzlei mitteilt. Die Kosten für das Marketing reduzieren sich damit um 400'000 auf 600'000 Franken pro Jahr.

Neuorganisation

Neben dieser Neuausrichtung hat der Regierungsrat beschlossen, die kantonale Standortförderung verwaltungsintern neu zu organisieren. Die beiden Stabstellen Standortmarketing und Standortentwicklung werden neu unter einer gemeinsamen Leitung zusam-mengefasst und direkt dem Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI) unterstellt.

Tiefere Kosten

Mit der Neuausrichtung zieht der Regierungsrat die Konsequenz aus dem Rückzug aus der Marketing-Organisation «Greater Zurich Area» (GZA) per Oktober 2010. Der Nutzen der GZA sei «weit unter den Erwartungen» gewesen, wie es weiter heisst.

Gestützt auf eine externe Evaluation schlägt der Regierungsrat in der Botschaft an den Grossen Rat vier Schwerpunkte vor;

Leistungsvereinbarung mit OSEC

Die bestehende Leistungsvereinbarung mit der Exportförderung- und Standortpromotionsorganisation OSEC für die Jahre 2012-2015 wird weitergeführt. Die Plattformen und Aktivitäten der OSEC soll für den Aargau in den Zielmärkten wie USA, Indien und Japan intensiver genutzt werden.

Die OSEC betreibt seit 2009 im Auftrag des Bundes und der Kantone internationale Standortpromotionen. Der Aargau macht seit 2010 bei der Organisation mit.

Zusammenarbeit mit BaselArea

In der Region Fricktal wird die Zusammenarbeit mit dem Verein BaselArea verstärkt. Im Unterschied zur GreaterZurich Area (GZA) verfügt der Verein BaselArea als regionale Standortmarketingorganisation über eine klare industrielle Ausrichtung, die sehr gut zur bestehenden Wirtschaftsstruktur des Fricktals passt, heisst es in der Botschaft.

Auch mit der Hightech-Initiative des Regierungsrats anvisierte Branchen werden dadurch optimal abgedeckt.

Aktivitäten im nahen Ausland ausbauen

Die bisherigen Aktivitäten im nahen Ausland - vor allem in Deutschland - werden ausgebaut. Für ansiedlungswillige Unternehmen soll die Vernetzung und die Zusammenarbeit auf Mandatsbasis mit orts- und branchenkundigen Partnern verstärkt werden.

Mehr Marketing und Kommunikation

Weiter sollen die Kommunikation des Wirtschaftsstandorts Aargau intensiviert und sowohl Unternehmen als auch Absatzmittler besser vernetzt werden. (sda/pi)

Aktuelle Nachrichten