Windenergie
«Aargau ist kein Windkanton»

Der Kanton Aargau sei nicht für Windenergie nicht geschaffen. Allerdings sieht Landammann Beyeler aber Potenzial für Windanlagen auf dem Lindenberg.

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Keystone

Der Aargau will erneuerbare Energien fördern, zeigt sich aber in Sachen Windenergie nicht euphorisch. «Der Aargau ist kein Windkanton», sagte Landammann Peter C. Beyeler an einer Informationsveranstaltung der CVP Bezirk Muri in Muri.

Er machte darauf aufmerksam, dass das Potential für Windenergie im Aargau auf relativ tiefem Niveau liegt.

Lindenberg und Heitersberg im Auge

Durch die vom Wind abhängige und damit unregelmässige Stromproduktion könne Windenergie zudem nur Ergänzungs-, nicht aber Versorgungsenergie sein.

Einer der wenigen Standorte im Aargau mit Potential ist der Lindenberg und der Heitersberg. Der Aargau will Windenergieanlagen allerdings nur unterstützen an Standorten, die über ein gutes Windvorkommen verfügen und an denen keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.

«Wir wollen nicht irgendwo eine Anlage, sondern einen Ort mit dem Potenzial für mehrere Anlagen. Grossanlagen haben dabei Vorrang, wie Beyeler ausführte, wobei man sich unter Grossanlagen nicht riesige Windparks vorstellen darf, sondern Windräder mit einer Höhe von über 30 Metern.Wichtig wird nach Ansicht Beyelers die Güterabwägung Landschaft/Energieproduktion sein. Die Lärmbelastung relativierte er: "Sie ist eher tief und nicht permament».

Bei den hiesigen Windverhältnissen kann von einer Vollproduktion an 1500 Stunden pro Jahr ausgegangen werden, Rund 7000 Stunden dreht das Rad in Teillast und rund 1000 Stunden steht es still. Auf dem Lindenberg sind auf Aargauer Seite gegenwärtig vier Windanlagen und eine auf der Luzerner Seite in Planung.

Unbestritten ist sowohl für Beyeler als auch für die Gemeinden Beinwil und Hitzkirch als Standorte und für die Planer, dass eine Koordination über die Kantonsgrenze hinaus notwendig und sinnvoll ist. (es)