Asyl-Streit
Aarburg wehrt sich jetzt juristisch gegen die geplante Asylunterkunft

Aarburg greift nun zu juristischen Mitteln im Streit um die geplante Asylunterkunft. Die Gemeinde hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Es geht um die Umnutzung der betroffenen Liegenschaft.

Urs Moser
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Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär gibt nicht auf im Kampf gegen das Asylheim.

Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär gibt nicht auf im Kampf gegen das Asylheim.

Wie der Aarburger Gemeindeammann Schär bekannt gab, will sich die Gemeinde nun auch auf juristischem Weg wehren. Sie hat deshalb ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das unter anderem klären soll, ob die Vermietung der Wohnliegenschaften an der Lindengutstrasse tatsächlich keine bewilligungspflichtige Umnutzung darstellt.

Ausserdem führt die Gemeinde ins Feld, dass es sich bei der Modernisierung durch den Vermieter keineswegs um eine simple Innenrenovation, sondern um einen baubewilligungspflichtigen Umbau handelte. So seien etwa Balkone neu erstellt und Wohnungen im Dachgeschoss eingerichtet worden. Bis jetzt sei aber noch keine offizielle Bauabnahme erfolgt. Solange dies nicht der Fall ist, so die Auffassung von Ammann Schär, dürften auch keine neuen Mieter einziehen.

Das wiederum beeindruckt den Kanton nicht sonderlich. Diese Sache sei zwischen den Eigentümern und der Baubehörde der Gemeinde zu regeln, sagt Balz Bruder, Kommunikationschef des Departements Gesundheit und Soziales. Der gestaffelte Bezug der Wohnungen sei aber ohnehin erst in den kommenden Wochen geplant, sie seien ja noch gar nicht eingerichtet.

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