Aarburg
Der Alte Friedhof ist jetzt eine ruhige Parkanlage zum Verweilen

Der Alte Friedhof an der Oltnerstrasse in Aarburg wurde in den vergangenen Wochen umgestaltet. Jetzt ist auch klar, wer den Säulenschmuck bei den Eingängen gestalten darf.

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Der Alte Friedhof in Aarburg wurde saniert und wird im Frühling 2022 der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Der Alte Friedhof in Aarburg wurde saniert und wird im Frühling 2022 der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Janine Mueller

Der Alte Friedhof in Aarburg ist fertig umgestaltet. Das teilt der Gemeinderat Aarburg mit. Er wurde in den vergangenen Wochen sanft erneuert. Denn die Örtlichkeit verlangte nach einem pietätsvollen Umgang. Neue Nutzungen werden nun durchaus zugelassen. «Sie sollen jedoch dem Ort und den zurechtgemachten, alten Familiengräbern angemessen sein», hält der Gemeinderat in der Mitteilung fest. Beispielsweise seien Bühnenstandorte geschaffen worden, wo an lauen Sommerabenden Konzerte oder Lesungen veranstaltet werden können. Weiter wurde ein Geschichtenpfad angelegt sowie die Beete für den Religionsgarten erstellt. «Die Verwandlung des Alten Friedhofs zu einer ruhigen Parkanlage darf als geglückt bezeichnet werden, auch wenn noch nicht alles ganz fertig ist und die Anlage saisonbedingt noch geschlossen bleibt», hält der Gemeinderat fest.

Im Herbst 2021 wurden die bestehenden Wege erneuert und mit einem harmonisch angelegten Geschichtenpfad ergänzt, die beiden Steinbrunnen renoviert und die Leitungen ersetzt, Bäume neu gepflanzt und die alten, teilweise historisch wertvollen Familiengräber Instand gestellt. Entlang der Wege wurden neue Bänkli zum Verweilen platziert.

Wettbewerb für den Säulenschmuck der Eingangspforten ist entschieden

Der im Herbst ausgeschriebene Wettbewerb für die Gestaltung der Eingangssituation Seite Oltnerstrasse konnte noch gegen Ende des Jahres entschieden werden. Die Jury hat sich für den Beitrag von Sandra Autengruber entschieden, welcher auf den vier Säulen je ein figürliches Wesen aus unterschiedlichem Naturstein vorsieht. Der Wettbewerb wurde von der Franke Stiftung finanziell unterstützt. Die Figuren werden bis Mitte Jahr im Atelier in Emmen entstehen.

Der Alte Friedhof soll als Park zu neuem Leben und neuen Besuchern kommen. Plätze für Konzerte, Matinées oder Lesungen sind angelegt und mit Strom versorgt und entlang dem neuen Geschichtenpfad sollen via QR-Codes Lieder und Geschichten rund um Aarburg gehört werden können. Diese Umsetzung wird jedoch erst in der ersten Hälfte des neuen Jahres erfolgen. Zudem soll gemäss Gemeinderat eine Zusammenarbeit mit der «Literatour Olten» geprüft werden.

Jetzt wird der Verein Religionsgarten Aarburg gegründet

In den nächsten Wochen wird der Verein Religionsgarten Aarburg gegründet und im Frühjahr die sieben Beete bepflanzt werden. Ein achtes Beet wird zudem als Wasserbeet gestaltet. Der Initiator Markus Bill ist zuversichtlich, dass der Verein nach und nach mit Führungen und Veranstaltungen Leben in den Alten Friedhof bringen und mit den Pflanzen aus dem Judentum, Christentum und dem Islam Interesse wecken wird. Mit diesen drei Weltreligionen soll ein interkultureller Dialog entstehen.

Sobald das Frühlingswetter kommt, soll die Parkanlage Alter Friedhof geöffnet und für die Bevölkerung zur Nutzung freigegeben werden. Die feierliche Einweihung ist für den kommenden August vorgesehen, wenn der Säulenschmuck und die Beete des Religionsgartens bestaunt werden können und entlang dem Geschichtenpfad den Geschichten gelauscht werden kann. (pd / Zofinger Tagblatt)

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