Aarburgs Gemeindeversammlung vom Freitag (19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Paradiesli) weist keine spektakulären Traktanden auf. Neben dem Rechenschaftsbericht 2012 und der Rechnung 2012 sind drei Kreditabrechnungen zu genehmigen, ein Kredit über 1,125 Millionen Franken für die Sanierung der Grabenstrasse (inklusive Kanalisation) zu sprechen sowie 16 Einbürgerungen zuzusichern. Das interessante Geschäft dabei ist die Kreditabrechnung über die «Städtli-Umfahrung».

Der Gemeinderat erinnert daran, dass die Gmeind vom 3. Juni 1993, also vor 20 Jahren, einen Kredit für das Generelle Projekt Verkehrssanierung – Ortskernumfahrung Aarburg (OKUA) – mit einem dekretsgemässen Anteil von 6 Millionen Franken zuzüglich der entstehenden Kosten für die flankierenden Massnahmen bewilligt hat. Die nun vorliegende Abrechnung zeigt eine Kreditüberschreitung von 4,3 Millionen Franken (10,3 Millionen Franken statt der gesprochenen 6 Millionen Franken).

Im November 2007 eröffnet

Von der Kreditbewilligung bis zur jetzigen Abrechnung sind genau 20 Jahre vergangen, betont die Behörde. In dieser Zeit wurde zuerst viel geplant und danach ab September 2004 gebaut, bevor schliesslich im November 2007 die OKUA dem Verkehr übergeben werden konnte. 2003 erfolgte eine umfangreiche Umplanung betreffend Tunnelsicherheit (Auflage des Bundsamtes für Strassen), in erster Linie den lichtsignalgesteuerten T-Knoten Bahnhofstrasse betreffend, welcher in einen kreuzungsfreien Anschluss abgeändert werden musste.

Der Gemeindeanteil beträgt 44 Prozent am Kostenanteil des Kantons für die Abschnitte innerorts, was etwa 8,5 Prozent an den Gesamtkosten des Projekts von 113,4 Millionen Franken entspricht.

Übrigens: Die Aufwendungen für die Eröffnung – Tunnelfest – mussten ausschliesslich von der Einwohnergemeinde Aarburg getragen werden, obwohl es sich letztlich um eine Kantonsstrasse handelt.