Tramstrasse/Bernstrasse
Zwei autofreie Sonntage für Suhr – Vollsperrung Tramstrasse und Bernstrasse

Am 30.6. und 7.7. wird der Deckbelag unter Vollsperrung eingebaut. Zum Einbau muss das Wetter trocken sein. Die Prognosen sind momentan gut. Sollte sich dies ändern, gäbe es noch ein Ausweichdatum.

Ueli Wild
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«Vollsperrung dient der Qualität des Deckbelags.» Sie informierten gestern vor Ort (v.r.): Sibylle Hunziker (Sektionsleiterin Strassen I, Abteilung Tiefbau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt); Bauleiter Oliver Fischer (Rothpletz, Lienhard + Cie AG) und Projektleiter Alex Joss (Abteilung Tiefbau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt).

«Vollsperrung dient der Qualität des Deckbelags.» Sie informierten gestern vor Ort (v.r.): Sibylle Hunziker (Sektionsleiterin Strassen I, Abteilung Tiefbau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt); Bauleiter Oliver Fischer (Rothpletz, Lienhard + Cie AG) und Projektleiter Alex Joss (Abteilung Tiefbau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt).

Ueli Wild

An zwei Tagen rollt der Verkehr auf Suhrs Hauptverkehrsachsen nicht. Betroffen ist von der Vollsperrung am nächsten Sonntag die Tramstrasse im Baustellenbereich. Eine Woche später ist die Bernstrasse samt dem Knoten Bären an der Reihe. Statt des Privatverkehrs zirkulieren auf den betroffenen Abschnitten Baumaschinen. Bleibt das Wetter in den nächsten Tagen gut, kann nämlich auf Tram- und Bernstrasse der Deckbelag eingebaut werden. Dafür ist trockenes Wetter nötig. Laut aktuellen Prognosen sollten die Bedingungen gut sein, sodass das Ausweichdatum (14. Juli) nicht zum Zug kommen dürfte. Einen Strich durch die Rechnung machen könnten dem Kanton, wie Projektleiter Alex Joss gestern sagte, höchstens ein paar heftige Gewitter.

Für die Vollsperrung hat man sich, so Joss, im Interesse der Qualität des Deckbelags entschieden. So lasse sich der Belag nahtfrei, ohne Fugen realisieren. Am nächsten Sonntag, 4.45 Uhr wird (bis Montag 5 Uhr früh) die Tramstrasse (vom Winkelweg bis zum «Bären») komplett gesperrt. An beiden Enden des Abschnitts werden Verkehrsdienstmitarbeitende postiert. Für Spitex, Zeitungsverträger, Anwohner gibt es Umleitungen durch die Quartiere, wie der örtliche Bauleiter Oliver Fischer von der Rothpletz, Lienhard + Cie AG ausführte. Gleiches gilt für die Busse. Entsprechende Ausschilderungen wird nach Fischers Worten die BBA selber vornehmen.

Etwas komplizierter, sagte Projektleiter Alex Joss, werde sich das Ganze eine Woche später gestalten, wenn die Bernstrasse (von Sonntag 4.45 bis Montag 5 Uhr früh) gesperrt werde. Erschwerend kommt hier hinzu, dass der Knoten Bären von der Vollsperrung betroffen ist. Der Bahnhof wird aber via Kreisel beim Rundhaus jederzeit erreichbar sein. Die vom Kreisel abgehenden Äste in Richtung Gränichen und Oberentfelden können genutzt werden, nicht aber jener in Richtung «Bären». Die BBA-Busse können am 7. Juli zwar auf der Tramstrasse verkehren, von dieser her aber die Bahnhofstrasse nicht ansteuern. Sie werden deshalb via Turnhallenweg auf den Bärenmatte-Parkplatz umgeleitet und dort gewendet.

Leistungsfähiger nach Sanierung

Mit dem Einbringen des Deckbelags werden die Sanierungsarbeiten an den Suhrer Kantonsstrassen – jedenfalls im Bereich Tiefbau – abgeschlossen. Der geplante Abgabetermin, Ende August, konstatierte Joss, könne auf jeden Fall eingehalten werden. Von einem Quantensprung könne man zwar nicht sprechen, meinte Joss, aber die neue Anlage (mit dem Kreisel beim Rundhaus) werde leistungsfähiger sein als die bisherige. Das Suhrer Zentrum wird täglich von rund 20'000 Fahrzeugen passiert. Die Bauarbeiten, die anfänglich zu teilweise gigantischen Staus führten, sind seit Februar 2018 in Gang.

Ampel-Testphase ab August

Ab Anfang August, hiess es an der gestrigen Medieninformation, soll der Testbetrieb der Lichtsignalanlagen laufen. Es sei normal, sagte der Projektleiter, dass bei einer derart komplexen Strassenanlage nicht vom ersten Moment an alles völlig perfekt funktionieren könne. Drei, vier Monate, rechnet Joss, werden der Testbetrieb und die Feineinstellung in Anspruch nehmen. Kurzfristige Verkehrsunterbrüche von wenigen Minuten beziehungsweise einstreifige Verkehrsführungen unter Einsatz eines Verkehrsdienstes seien dabei unvermeidlich. Bei Bedarf könnten auch später noch einzelne Verbesserungen vorgenommen werden. Jedenfalls werde der Kanton den Verkehr in Suhr auch weiterhin im Auge behalten.

Wie Sibylle Hunziker, Sektionsleiterin Strassen I, Abteilung Tiefbau im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) gestern auf eine entsprechende Frage hin ausführte, wird auch der Mittelstreifen zwischen «Bären» und «Kreuz» wie geplant realisiert. Angepflanzt wird der Grünstreifen aber noch nicht. Sinn mache das ohnehin erst im Herbst, sagte Sibylle Hunziker. Offenbar ist aber auch eine Einwendung, die seinerzeit bei der Auflage eingegangen ist, noch nicht erledigt. Dabei geht es um die Frage, ob die Länge der Abbiegerspur in Richtung Gränichen genügt. Die Bauherrschaft zeigte sich deshalb im Frühjahr 2019 bereit, noch einmal Verkehrszählungen vornehmen zu lassen und das geplante Verkehrsmanagement auf der Bernstrasse zu überprüfen. Der Preis einer Verlängerung der Einspurstrecke auf Kosten des Grünstreifens läge auf der Hand. In diesem Fall, so machte Sibylle Hunziker deutlich, könnte die vorgesehene Fussgängerquerung von der Bärenmatte hinüber zum Bahnhofquartier nicht realisiert werden.

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