Suhr

Zusatzschlaufe für LKW-Chauffeure: So wird der Kreisel schneller fertig

Dank der gesperrten Spur soll der Kreisel-Bau im November fertig sein.

Dank der gesperrten Spur soll der Kreisel-Bau im November fertig sein.

Schon in wenigen Tagen müssen Lastwagen aus dem Wynental für die Fahrt zum Autobahnanschluss Aarau-West einen Umweg in Kauf nehmen. Die Linksabbiegespur beim Suhrer Rundhaus wird gesperrt.

Jetzt ist es definitiv: Vielleicht schon diese, spätestens aber nächste Woche wird die Linksabbiegespur beim Suhrer Rundhaus für den Verkehr aus dem Wynental für sechs Monate gesperrt.

Gegen das Linksabbiegeverbot sind innert Frist keine Einwendungen eingegangen, wie Alex Joss, Projektleiter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt gestern bestätigt hat.

Was für Autofahrer keine grosse Einschränkung ist – wer nach Entfelden oder zum Autobahnanschluss Aarau-West muss, umfährt das Suhrer Nadelöhr schon heute via Schleichweg (Ringstrasse–Obertelweg–Weltimattstrasse) –, bringt für Lastwagenfahrer einen Umweg mit sich.

Weil der Schleichweg mit einem Lastwagenfahrverbot (Zubringer gestattet) belegt ist, führt die offizielle Umleitung am Knoten «Kreuz» nach rechts über die «Bären»-Kreuzung bis zum «Pfister»-Kreisel, und da nach einem Turnaround wieder via «Bären» geradeaus über das «Kreuz» in Richtung Entfelden.

Der Vorteil des Linksabbiegeverbots: Die Bauzeit für den Kreisel, der auf die heutige Kreuzung kommt, kann um mehrere Monate auf sechs Monate verkürzt werden. Bereits im November soll die Umleitung also wieder aufgehoben werden.

Die Sperrung hat weitere Vorteile, wie Projektleiter Joss sagt: «Es beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit des Knotens, wenn wir auf der Kreuzung eine Phase für die Linksabbieger einschalten müssen.»

Durch den besseren Abfluss könne auch die Gefahr minimiert werden, dass eine wartende Autokolonne den Bahnübergang der SBB blockiere.

LKW-Fahrverbot bleibt

Die Umleitung betreffe ausserdem nur sehr wenige Fahrzeuge, so Joss. Das hätten Verkehrszählungen gezeigt. «Pro Tag sind es zwischen 150 und 200 Lastwagen, die den Linksabbieger nutzen.»

Der Umweg via «Pfister»-Kreisel betrage zwei Mal rund 400 Meter; gefahren mit einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern ergebe das eine Verzögerung von weniger als zwei Minuten. «Es ist ein Umweg, aber ein zumutbarer», sagt Joss.

Die Möglichkeit, das Lastwagenfahrverbot auf der Ringstrasse aufzuheben und die Umleitung für sämtliche Fahrzeuge aus dem Wynental über den Schleichweg zu legen, besteht nicht. «Bei der Ringstrasse handelt es sich um eine Gemeindestrasse und der Kanton kann nicht über Fahrverbote auf Gemeindestrassen verfügen», so Joss.

Auch bei der Gemeinde Suhr denkt man nicht über eine Aufhebung nach: «Angesichts der vom Kanton aufgezeigten alternativen Route und der beschränkten Dauer des Linksabbiegeverbots wird das Lastwagenfahrverbot nicht aufgehoben», sagt Bauverwalter Lukas Sigrist.

Weiterhin keine Lastwagen also auf der Ringstrasse (mit Ausnahme der Zulieferer) – und dazu bald noch «Tempo 30»: Seit Ende letzter Woche liegt für die Ringstrasse und das Quartier Helgenfeld ein Gesuch für eine Temporeduktion auf. Auflagefrist bis 30. April.

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