Wer heute ins Kantonsspital Aarau (KSA) muss, hat häufig ein Problem. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, an das Busnetz, ist schlecht, ein längerer Fussmarsch unausweichlich.

Das soll sich ändern, in dem beim Knoten Bavaria (in absehbarer Zeit ein Kreisel, die AZ berichtete) die Bushaltestellen verschoben werden. Das Spital ist dann über einen Fussweg zwischen dem Laborgebäude und der Schäferwiese gut erreichbar.

Ein ewiges Ärgernis ist die Parkplatzsituation. Sowohl für die Spitalbesucher, als auch -Angestellten. Die Parkplätze sind eng, häufig besetzt und immer sehr teuer. Zudem ist das oberirdische Gebäude alles andere als eine Augenweide. Das KSA selber hat kaum Einfluss auf die Parkierungsanlage, weil sie zwei Investoren gehört (sie definieren auch die Tarife).

Machbarkeitsstudie läuft

Man hat jetzt aber einen Weg gefunden, wie trotz des Vertrages mit den Investoren ein zusätzliches Parkhaus errichtet werden kann: Diese haben nämlich nur ein Exklusivrecht für Besucherparkplätze, nicht aber für Personalparkplätze. Darum soll jetzt ein Parkhaus für die Angestellten errichtet werden.

«Wir haben aktuell 573 Personen auf der Warteliste», erklärte gestern Sergio Baumann, Leiter Betrieb des KSA. Das neue Parkhaus soll auf das bestehende, offene Parkfeld zu stehen kommen und etwa 600 Plätze anbieten. Die Vorarbeiten sind im Gang, eine Machbarkeitsstudie ist in Arbeit.

Seitens des KSA ist man sich bewusst, dass dieses Projekt in Aarau einige Diskussionen auslösen wird. Die Angst vor Mehrverkehr im Gönhard-Quartier war den auch schon vor Jahren im Einwohnerrat ein Thema. Allerdings könnte mit dem Parkhaus auch der heutige Suchverkehr auf den Quartierstrassen vermieden werden.

Separate Baugesuche

Die KSA-Leitung will auf Nummer sicher gehen. Es wird zwei Baugesuche geben: eines für den voraussichtlich kaum bestrittenen Spitalneubau und eines für das diskussionsträchtige Parkhaus. So wird verhindert, dass der Spitalbau durch das Parkhaus verzögert wird.

Der Bau selber wird auch einigen Verkehr produzieren. Wo genau die Baustellen-Zufahrt hinkommt, wird erst feststehen, wenn entschieden ist, welches der drei Projekte realisiert wird. Zwei Teams wollen mit den Lastwagen über die Nordallee (vor Jahrzehnten die Spitalzufahrt von der Buchserstrasse) auf das Gelände gelangen. Ein Team plant östlich des Florahofes eine separate Zufahrt.

Weil wegen des Baus auf dem KSA-Gelände diverse Parkplätze verschwinden werden, entstehen unter dem provisorischen Personalrestaurant 50 neue Abstellplätze.