Aarau

Zurlinden-Villa und Oboussier-Haus erstrahlen in altem Glanz

Die alte Pracht ist zurück, die Dachkännel erstrahlen für ein paar Monate kupferfarbig: Die Zurlinden-Villa wird für 4,3 Millionen Franken total renoviert.

Die alte Pracht ist zurück, die Dachkännel erstrahlen für ein paar Monate kupferfarbig: Die Zurlinden-Villa wird für 4,3 Millionen Franken total renoviert.

Zwei Stadt-Schönheiten zeigen sich ganz hüllenlos: Die Zurlinden-Villa und das Oboussier-Haus wurden ausgerüstet. Dabei waren teils mehr als nur Pinsel im Einsatz.

Die Stadt hat zwei neue Hingucker. Praktisch gleichzeitig sind an der Bahnhofsstrasse die Zurlinden-Villa und am Graben das Oboussier-Haus enthüllt worden. Ihre Fassaden erstrahlen in neuem Glanz. Eine Augenweide für alle, die sich freuen, wenn historische Bauten aufgefrischt werden.

Am Graben vor allem mithilfe von Farbe: Die Fensterläden sind wieder richtig grün, die Fassade erstrahlt in sauberem Weiss. Den Grundstein für das Gebäude legte 1775 der Textilunternehmer Oboussier. Er liess am damaligen Rand der Altstadt eine herrschaftliche Villa bauen. Das Haus profitierte später davon, dass der Stadtgraben («Graben») aufgefüllt wurde – seine Lage wurde noch repräsentativer.

Bei der Zurlinden-Villa waren – und sind – weit mehr als nur Pinsel im Einsatz. Das Gebäude wird total saniert. Für 4,3 Millionen Franken, die zu einem schönen Teil von der Stadt aufgebracht werden. Die Fassade ist jetzt fertig, im Innern läuft der Schlussspurt und aussen haben gestern die Gärtner mit ihrer Arbeit begonnen.

Die Villa wurde im spätklassizistischen Baustil zwischen 1850 und 1860 erbaut. Zwischen 1888 und 1928 gehörte sie dem Zementfabrikanten Zurlinden, der das Haus dann der Stadt schenkte. Im Sommer wird der Schweizerische Turnverband wieder einziehen – nachdem die Öffentlichkeit an einem Tag der offenen Türen nicht nur den äusseren, sondern auch den inneren Glanz des Prunkstücks hatte bestaunen können.

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