Nachruf
Zum Gedenken an Walter Windisch: Ein Ur-Asper Unternehmer und Musiker

Walter «Wädi» Windisch–Aeschbach starb ganz plötzlich im 63. Lebensjahr. Seine Leidenschaft für die Blasmusik pflegte er über viele Jahre und als Werkzeugmacher verstand er es, mit Menschen und Technik umzugehen – immer unkompliziert und direkt.

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Für ihn gab es keine Probleme, sondern Aufgaben und neue Chancen.

Für ihn gab es keine Probleme, sondern Aufgaben und neue Chancen.

zvg

Nach der Probe der Chälebachmusikante hörte das Herz von Walter «Wädi» Windisch–Aeschbach plötzlich einfach auf zu schlagen. Obwohl durch die Musikkollegen und den alarmierten Rettungsdienst alles Erdenkliche versucht wurde, musste schlussendlich die traurige Tatsache akzeptiert werden, dass Wädi nicht mehr ins Leben zurückgeholt werden konnte.

Walter Windisch wurde am 4. August 1955 in Asp geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugendzeit gemeinsam mit zwei Geschwistern im Elternhaus im «Schloss» in Asp. Dort musste er schon als Bub tatkräftig beim Bauern und Holzen mithelfen.

In seiner Freizeit begann er das Cornet zu spielen, wo schon bald sein musikalisches Talent zum Ausdruck kam. Die Freude an der Blasmusik begleitete ihn durch sein ganzes Leben und durch sie lernte er auch seine spätere Frau Susanne kennen.

1982 schlossen sie den Bund fürs Leben und verwirklichten ihren Traum des eigenen Heims in Asp. Kurze Zeit später erblickte Sohn Michael das Licht der Welt, und zwei Jahre später vervollständigte Tochter Pia das Familienglück. Vor einem Jahr machte ihn die kleine Jessica zum stolzen Grossvater.

Neben seinem Lebens- und Familienglück entwickelte Wädi stetig sein Meisterwerk. Der Beruf Werkzeugmacher war dazu seine Mission. Im Anschluss an seine Schulzeit erlernte er ihn bei Sprecher & Schuh.

1986 wurde Wädi als Meister bei seinem Onkel Walter Wernli in der Elektrohydraulik Asp, in «Rosi-Bäsis» Haus, tätig. Als Mitbegründer führte er 2003 die Werkstatt in die MTA Mechatronic AG, Kaisermatt Densbüren, über und lenkte das Unternehmen in eine beispiellose technische Entfaltung.

Wädi brauchte keine Managerschule, keine Benimmregeln-Kurse, keine Symposien für Führungskräfte, er verstand es, mit Menschen und Technik umzugehen, immer unkompliziert und direkt. Er konnte sich mit jeder Situation arrangieren, es gab für ihn keine Probleme, sondern Aufgaben und neue Chancen.

Das Musizieren prägte Wädis Leben und das seiner Familie. Er war 47 Jahre aktives Mitglied in der Musikgesellschaft Asp, deren brillanter erster Trompeter er bis zum Schluss blieb, Seite an Seite mit seinem Schwiegersohn Remo.

Wädis musikalische Künste waren in der ganzen Region gefragt; von Hallwil über Buchs bis ins Fricktal. Seine Leidenschaft für die Blasmusik pflegte er auch viele Jahre in der Blaskapelle «Rhybuebe» in Stein, denen er zudem als umsichtiger Präsident vorstand.

Eine andere Faszination war für ihn das Motorrad fahren. Mit seiner «Harley» genoss er gerne eine abwechslungsreiche Ausfahrt in den Schwarzwald.

Ebenso gerne fuhr er mit Sohn, Tochter und Kollegen über verschiedene Pässe und interessante Motorradstrecken. Er kannte sich sehr gut aus, es war ihm immer ein Anliegen, jeweils eine passende Tour auszusuchen, die für alle Mitfahrenden geeignet war.