Die Entscheide über die Fusionsprojekte Densbüren-Aarau und Oberentfelden-Unterentfelden-Aarau sollen noch in der laufenden Legislatur fallen. Die Volksabstimmungen zum Fusionsprojekt Suhr-Aarau sind dagegen erst für Herbst 2022 vorgesehen. Voraussetzung ist, dass es überhaupt so weit kommt. Vorher müssen die drei Fusionsprojekte noch eine andere Hürde nehmen. Die beteiligten Gemeinden müssen die Fusionsanalyse absegnen und damit kundtun, dass sie das Projekt bis zuletzt weiterverfolgen wollen. Erst dann werden die Fusionsverträge ausgearbeitet, über die am Ende überall das Volk zu entscheiden hat.

Laut einer Medienmitteilung des Zukunftsraums werden in den nächsten Wochen die ersten Ergebnisse der Fusionsanalyse vorliegen. Vor diesem Hintergrund hat die Projektsteuerung den Zeitplan aktualisiert. Die Ergebnisse der Fusionsanalyse zu den Perimetern Densbüren-Aarau und Oberentfelden-Unterentfelden-Aarau sollen den drei Gemeindeversammlungen und dem Aarauer Einwohnerrat im Mai oder Juni 2020 unterbreitet werden. Fällt der Entscheid positiv aus, können die Fusionsverträge ausgearbeitet und im November 2020 den Legislativen zum Entscheid vorgelegt werden. Die Volksabstimmung über die Fusion ist für die erste Jahreshälfte 2021 vorgesehen.

Die Fusionsanalyse Suhr-Aarau, so liest man, werde mehr Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb sollen die Ergebnisse der Suhrer Gmeind und dem Aarauer Einwohnerrat erst im November 2020 unterbreitet werden. Stimmen diese Instanzen zu, kann ihnen der Fusionsvertrag im Frühsommer 2022 vorgelegt werden. Die Volksabstimmungen über den Vertrag könnten im Herbst 2022 stattfinden. Die Gemeinden Densbüren, Ober- und Unterentfelden würden dann, wie explizit vermerkt wird, dem Abstimmungskreis Aarau angehören – sofern sie anderthalb Jahre zuvor selber der Fusion mit Aarau zugestimmt haben.

Mehr Themen zu klären

Weshalb diese Staffelung? – Man habe sich bewusst für eine Kaskade von Abstimmungen entschieden, sagt auf Anfrage der Vorsitzende der Projektsteuerung, Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Zuerst soll über die Fusion Densbüren-Aarau entschieden werden, dann über jene der beiden Entfelder Gemeinden mit der Stadt Aarau. Klar macht Hilfiker auch, dass es der Wunsch der Gemeinde Suhr war, mehr Zeit zu haben. Weshalb? – Weil es mehr Themen zwischen Suhr und Aarau zu klären gebe als zwischen Aarau und den anderen Gemeinden, sagt Suhrs Gemeindepräsident Marco Genoni. Im November 2020 sollten seiner Meinung nach aber alle Fakten auf dem Tisch liegen, sodass der Gemeinderat und die Gmeind die Vor- und Nachteile einer Fusion abwägen können. Den dann anstehenden Beschluss, den Fusionsvertrag ausarbeiten zu lassen, hält Genoni für den entscheidenden. Er rechnet auch damit, dass die unterlegene Seite dann gegen den Entscheid der Gmeind das Referendum ergreift und es zur Urnenabstimmung kommt. Die allfällige Volksabstimmung über den Vertrag wäre nach den Gesetzen der Logik nur noch eine Formalität. Sie soll erst im Herbst 2022 stattfinden – nicht zu nahe an den Wahlen von 2021.

Das Inkrafttreten der Fusion soll bei allen Projekten gleichzeitig erfolgen. Dafür vorgesehener Termin ist der 1. Januar 2026. Sollte die Fusion mit Suhr scheitern, könnten allfällige Fusionen in den andern beiden Perimetern bereits per 1. Januar 2024 in Kraft treten.