Seit Jahren bemühte sich die IBAarau (heute Eniwa) darum, im Unterlauf der Suhre Strom produzieren zu können. Dort, wo es heute sogenannte «Wuhre», ehemalige Wehre, hat. Diese alten Fischhindernisse wären verschwunden. Im letzten Sommer lag das Baugesuch für die fünf Wasserkraftanlagen auf.

Die Kleinkraftwerke hätten zwischen Aarau und Suhr errichtet werden sollen. Geplant waren fünf Wasserkraftschnecken, wie es eine seit über sechs Jahren in Hirschthal gibt.

Während die IBA betonte, dank den zu errichtenden Fischaufstiegsanlagen werde die freie Fischwanderung ermöglicht, stellten das Einsprecher in Abrede. Die Umweltverbände Aqua Viva, Birdlife Aargau und WWF schrieben etwa: «Anstatt die Hindernisse zu entfernen und dem einst lebendigen Fliessgewässer wieder eine natürliche Gestalt zu geben, würde die Suhre endgültig zu einer Kette von Staustufen degradiert.» Keine Freude am Projekt hatten auch die Fischer.

Wie jetzt bekannt wurde, hat die IBAarau die Pläne Ende Jahr, kurz vor dem Namenswechsel zu Eniwa, aufgegeben. «Grund sind unvorhergesehene Mehrkosten», erklärt Eniwa-Sprecherin Sandra Bläuer. «Massnahmen im Bereich von Umwelt- und Hochwasserschutz sowie mehrere Einsprachen haben die Komplexität und den Investitionsaufwand des Bauprojekts unverhältnismässig erhöht.»

Zudem sei die Förderung solcher Kleinwasserkraftwerke weggefallen, was die die Wirtschaftlichkeit des Projektes zusätzlich beeinträchtigt habe. Konkret: Es hätte sich für die Eniwa nicht mehr gerechnet.

Was bedeutet die Einstellung für die Fische? Ihnen ist erst geholfen, wenn die «Wuhre» durch funktionierende Blockrampen ersetzt sind. Gefragt ist jetzt der Kanton. (uhg)